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Testgebiet für autonome Schifffahrt in Kiel gesucht

07.05.2019

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt Kieler Gemeinschaftsprojekt

Am Montag, 6. Mai, tauschten Mitwirkende des Projekts „Clean Autonomous Public Transport in Kiel“ (CAPTin Kiel) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sich im Kieler Wissenschaftszentrum mit ihren Partnern und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) darüber aus, wie ein digitales Testfeld für die autonome Schifffahrt auf der Kieler Förde aussehen könnte. Um die Errichtung eines Testgebiets in Kieler Gewässern zu konkretisieren, wurden der Status quo von CAPTin Kiel vorgestellt und über Inhalte einer Förderrichtlinie ab 2020 durch das BMVI gesprochen.

Neben der geographischen Ausdehnung des Testfeldes, notwendigen Ausstattungen an Bord der Schiffe und am stationären Testfeld ging es auch um die Begleitforschung zu dem ambitionierten Schifffahrtsprojekt. Ein erstes Testareal in einem Sperrgebiet der Bundesmarine steht CAPTin Kiel bereits zur Verfügung. „Ziel muss jedoch die Fördequerung zur Entlastung des Straßenverkehrs sein. Dies stellt aufgrund des starken Schiffsverkehrs auf der Kieler Förde eine sehr hohe Herausforderung dar, die wir gemeinsam mit allen Beteiligten meistern wollen“, sagte der Projektkoordinator der CAU Dr. Karsten Pankratz. CAU-Präsident Professor Lutz Kipp betonte: „Das Projekt CAPTin Kiel ist aufgrund seiner Einzigartigkeit und Komplexität ein Vorzeigeprojekt im Bereich der autonomen Schifffahrt. Für uns ist es hocherfreulich, dass die Universität Kiel als Projektträger diese Entwicklung bisher maßgeblich mitgestaltet hat und dies auch in Zukunft mit Unterstützung des Bundes tun wird.“


Autonome Schifffahrt auf der Kieler Förde
Das fachübergreifende Innovationsprojekt CAPTin Kiel steht für die Entwicklung einer autonomen integrierten Mobilitätskette durch Kombination sauberer autonomer Bus- und Fährverkehre mit einer Pilotanwendung in Kiel. Es handelt sich dabei um ein gemeinschaftliches Pilotvorhaben, das eine zukunftsweisende Struktur des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) etablieren will. Die Basis sind emissionsarm betriebene und autonom fahrende Busse und Personenfähren.

Insgesamt 16 Arbeitsgruppen der CAU aus den Bereichen Technik, Informatik, Recht, Innovationsforschung, Akzeptanzforschung und Philosophie, Arbeitsgruppen der Fachhochschule Kiel sowie Industriedesigner der Muthesius Kunsthochschule arbeiten seit Mai 2017 zusammen mit Firmen der Werft- und Zulieferindustrie aus Schleswig-Holstein an der technologischen Umsetzung des Themas. Die Landeshauptstadt Kiel und ihre Gesellschaften sind wichtige Partner von CAPTin Kiel und haben sich bereit erklärt, benötigte Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Für die Stadt Kiel bedeutet der Projektansatz, innovative städtische Verkehrsinfrastruktur umzusetzen, den Tourismus zu stärken und einen Beitrag zur überregionalen Strahlkraft Kiels als Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins zu leisten.

Ziele des Projekts sind, eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur in der Kiel-Region zu schaffen, autonome Land- und Fährverkehre mit innovativen Antrieben zu kombinieren, Wissenschaftsstandorte optimal zu vernetzen und den Personennahverkehr auf das Wasser zu verlegen.

Weitere Informationen:
www.captin.uni-kiel.de

 

Kontakt:
Dr. Karsten Pankratz
Projektleiter CAPTin Kiel
Telefon: 0431/880-4605
kpankratz(at)uv.uni-kiel.de

 



Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Foto rechts: Farah Claußen / Uni Kiel