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Kleber aus Marshmallows und Sensoren aus Glühbirnen

31.03.2017

Siegerinnen und Sieger im Landeswettbewerb „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ ausgezeichnet

Was hilft Menschen, deren Atem beim Schlafen aussetzt? Könnten Windkraftwerke auch zwei Rotoren haben? Eignen sich Marshmallows als kinderfreundlicher Kleber? Mit viel Engagement gingen 39 Jugendliche aus ganz Schleswig-Holstein beim Experimentierwettbewerb „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ ihren eigenen Forschungsfragen nach. Die Ergebnisse können sich sehen lassen! Die besten unter den Nachwuchstalenten wurden heute (Donnerstag, 30. März) feierlich in der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK) ausgezeichnet. Die Technische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) organisierte den Landeswettbewerb in diesem Jahr zum 20. Mal.
 
„Ich bin begeistert, wenn ich mir die Experimente anschaue! Das ist eine tolle Bandbreite aus dem MINT-Bereich. Ich sehe hier schon unsere neuen Studierenden und vielleicht sind ja auch zukünftige Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger darunter“, begrüßte CAU-Präsident Professor Lutz Kipp die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Lehrkräfte und Eltern zur Preisverleihung. Auch die Schirmherrin des Wettbewerbs, Britta Ernst, Schleswig-Holsteins Ministerin für Schule und Berufsbildung, zeigte sich begeistert: „Von der Vielfalt und der Qualität aller Präsentationen konnte ich mich heute selbst überzeugen. Ich muss sagen, das ist wirklich eindrucksvoll, was uns heute hier dargeboten wird! Ich gratuliere allen von Herzen zu ihrem besonderen Erfolg.“ Sie ehrte Schüler und Schülerinnen, die bei den Regionalwettbewerben in Geesthacht, Elmshorn und Heide besondere Leistungen gezeigt hatten, mit Sonderpreisen des Ministeriums.
 
Zu den ausgezeichneten Forschungsprojekten gehört auch das von Yasmina und Carla Christina. „Viele unserer Familienmitglieder werden nachts im Schlaf durch Atemaussetzer gestört. Also haben wir überlegt, was wir dagegen tun können“, erklären beiden 15-Jährigen. Basierend auf einer Glühlampe entwickelten die Schülerinnen aus Heikendorf einen empfindlichen Sensor, der den Atemluftstrom von Schlafenden misst. Eingesetzt werden könne er als Diagnose- und Warninstrument. Dieser „innovative Ansatz könnte durchaus für medizinische Untersuchungen dienen“, urteilte die Jury und verlieh den beiden Nachwuchsforscherinnen den ersten Preis im Fachgebiet Arbeitsfeld. Für die Jury, in der Vertreterinnen und Vertreter aus schleswig-holsteinischen Schulen und Unternehmen sowie aus der Kieler Universität sind, zählen neben der Wissenschaftlichkeit des Projekts und seinem innovativen Charakter auch die Präsentation vor Ort.
 
Mit ihrem ersten Platz gehören die beiden Schülerinnen zu denjenigen, die Schleswig-Holstein vom 25. bis 28. Mai beim Bundeswettbewerb in der Sparte „Jugend forscht“ in Erlangen vertreten werden. Auch danach wollen sie weiter an ihrer Erfindung arbeiten. „Es ist so interessant, etwas zu erforschen, was andere vielleicht noch nicht untersucht haben und was das Leben von Menschen erleichtern könnte“, so Yasmina.
Auch den nächsten Landeswettbewerb im März 2018 wird die Technische Fakultät wieder ausrichten. „Wir laden schon jetzt alle Schulen Schleswig-Holsteins herzlich zur Teilnahme ein. Gerne unterstützen wir die jugendlichen Forscherinnen und Forscher bei ihren Experimenten“, sagt Dr. Frank Paul, Geschäftsführer der Technischen Fakultät und Patenbeauftragter von „Jugend forscht“.
 
Die Liste mit allen Siegerinnen und Siegern finden Sie unter
www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-092-jufosiegerlisten.pdf

Weitere Informationen:
www.jugend-forscht-sh.de
 
Über den Wettbewerb „Jugend forscht“:
In der Sparte „Jugend forscht“ des Experimentierwettbewerbs starten 15- bis 21-Jährige Nachwuchsforschende. Schülerinnen und Schüler bis 14 Jahren treten in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ gegeneinander an. Zur Wahl stehen die Fachgebiete Mathematik/Informatik, Physik, Geo- und Raumwissenschaften, Technik, Arbeitswelt, Biologie und Chemie.

 

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske