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Haltung gegen Alltagsrassismus und Diskriminierung

Digitaler Thementag an der Uni Kiel

Das Romanische Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) lädt die interessierte Öffentlichkeit am Dienstag, 29. September, zum digitalen Thementag „Alltagsrassismus – solidarisch und kreativ gegen die alltägliche Diskriminierung verschiedener sozialer Gruppen“ ein.

Für viele Menschen sind Diskriminierungserfahrungen Teil des Alltags, sie werden mit Rassismus, aber auch Sexismus, Homophobie und Klassismus konfrontiert. Doch nicht immer lassen sich soziale Ausgrenzungsmechanismen auf den ersten Blick identifizieren. Das Team um Professor Ulrich Hoinkes, Romanisches Seminar der CAU, und Dr. Karen Struve, Universität Bremen, hat Expertinnen und Experten aus Forschung und Politik, aus dem Kunstbetrieb und dem Universitätsumfeld eingeladen, um diskriminierende Sprach- und Verhaltensmuster des täglichen Lebens zu hinterfragen.

In virtuellen Workshops, Diskussionen und Vorträgen wollen sie für soziale Missstände sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten ausloten. Gefördert wird der Thementag durch das Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe).

Das Programm

Von 9:30 bis 14:30 Uhr wird es Videokonferenzformate zu verschiedenen Schwerpunkten von anti-asiatischem Rassismus über Gewalt gegen Frauen bis hin zu rechtlichen Interventionsmöglichkeiten geben. Unter anderem spricht Aminata Touré, Vizepräsidentin des Landtages Schleswig-Holstein, zum Thema „Alltagsrassismus und Gender-Ungerechtigkeit in der öffentlichen Aufmerksamkeit – Wie wachsam ist die Politik?”

Der sogenannte Marktplatz, ein digitaler Raum, der von den Studierenden kreativ und multimedial gestaltet wurde, steht durchgehend für den Austausch unter den Teilnehmenden bereit. Das Abendprogramm ab 18:00 Uhr steht dann ganz im Zeichen der Medienkunst: Studentische Kurzfilme und Präsentationen visualisieren das gesellschaftspolitische Thema Diskriminierung, den Abschluss macht eine Lesung mit Poetry Slammerinnen und Slammern.

Initiative des Forschungsprojekts „Anxiety Culture“

Der digitale Thementag ist eine Initiative des von Professor Hoinkes geleiteten Forschungsprojekts „Anxiety Culture“. In Zusammenarbeit mit der Columbia University in New York untersuchen CAU-Forschende seit 2015 Phänomene einer weltweit identifizierbaren Angstkultur, der sogenannten „Anxiety Culture“, aus einer interdisziplinären Perspektive. Erfahrungen von Diskriminierungen und Rassismus spielen in der komplexen Angstforschung eine zentrale Rolle, wie auch die Auseinandersetzung mit den jüngsten politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zeigt.

Alle Veranstaltungen finden als Videokonferenz über den Dienst ZOOM statt, bei Formaten, die eine Teilnehmerbegrenzung haben, ist eine Anmeldung erforderlich.

Das Wichtigste in Kürze

Was: Digitaler Thementag Alltagsrassismus – solidarisch und kreativ gegen die alltägliche Diskriminierung verschiedener sozialer Gruppen“
Wann: Dienstag, 29. September, 9:30 bis 14:30 Uhr und ab 18:00 Uhr
Wo: Digital über den Videokonferenzdienst ZOOM


Linkliste

Programm, Anmeldung und weitere Informationen unter:
www.romsem.uni-kiel.de/hoinkes/de/thementag-alltagsrassismus/infos

Mehr Informationen zum Anxiety Culture Research Project:
www.uni-kiel.de/de/forschung/detailansicht/news/202-angstkultur

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Foto rechts: Anna-Kristina Pries / Uni Kiel