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Deutsch-amerikanischer Nachwuchsaustausch in den Ingenieurswissenschaften mit 500.000 Dollar gefördert

08.02.2019

Gemeinsames Stipendienprogramm mit der American Ceramic Society und der Pennsylvania State University startet ab Herbst an der CAU

Mit einem gemeinsamen Stipendienprogramm wollen die American Ceramic Society, die Pennsylvania State University (Penn State) und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) den internationalen Austausch von Doktorandinnen und Doktoranden fördern.

Die US-amerikanische National Science Foundation unterstützt das Programm „International Research Experience for Students“ (IRES) mit 500.000 Dollar. Es ermöglicht jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den USA, einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt in Kiel zu absolvieren. Ab dem Wintersemester 2019/20 können sie an der Technischen Fakultät Lehrveranstaltungen besuchen und sich aktiv in die Forschung einbringen.

Thematisch ist das Programm im Umfeld von drei großen Forschungsverbünden der CAU angesiedelt, die an der Schnittstelle von Ingenieurswissenschaften und Medizin arbeiten: Sie forschen an Sensoren zur Messung biomagnetischer Felder (Sonderforschungsbereich 1261 „Magnetoelectric Sensors: From Composite Materials to Biomagnetic Diganostics“), an neuen Materialien zur Behandlung von Erkrankungen des Gehirns (Graduiertenkolleg 2154 „Materials for Brain“) sowie an der elektronischen Nachbildung der Informationsverarbeitung von Nervensystemen (Forschergruppe 2093 „Memristive Bauelemente für neuronale Systeme“).
 
Ziel des Programms IRES ist es, erstklassige wissenschaftliche Nachwuchskräfte der CAU und amerikanischer Universitäten in ihrer Karriereentwicklung zu unterstützen: Die Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer, sogenannte PACK-Fellows (Penn State – American Ceramic Society – University of Kiel) erhalten die Gelegenheit, sich auf internationaler Ebene fachlich weiter zu qualifizieren und langfristig stärker zu vernetzen. Im Fokus steht ihr Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der CAU und der Penn State in den Bereichen magnetoelektrische Verbundmaterialien, biomagnetische Sensorik, bildgebende Verfahren für die Darstellung von Gehirnaktivitäten, Biomaterialien, medizinische Signalverarbeitung und neuromorphe Bauteile. Die American Ceramic Society ist für die Organisation des Programms verantwortlich.
 
„Junge, engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf internationaler Ebene zusammenzubringen und zu vernetzen, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Nachwuchsförderung“, betont SFB-Sprecher Professor Eckhard Quandt. „Nicht zuletzt zeigt diese Zusammenarbeit auch die Forschungsstärke und internationale Sichtbarkeit der Universität Kiel auf dem noch jungen Gebiet der biomagnetischen Messung. Wir hoffen, damit den Grundstein für weitere deutsch-amerikanische Forschungskooperationen zu legen.“
 
Die ersten sechs PACK-Fellows werden im kommenden Oktober in Kiel erwartet. An der CAU profitieren sie von exzellenten Forschungsinfrastrukturen wie dem Kieler Nanolabor mit seinem hochmodernen Reinraum auf einer Fläche von 300m². Interdisziplinäre Seminare, Workshops zur Unternehmensgründung sowie zur akademischen oder beruflichen Weiterentwicklung, gemeinsame Aktivitäten und die Teilnahme an der Jahrestagung der American Ceramic Society ergänzen das Angebot. Auch Kieler Promovierende haben die Möglichkeit, einen Forschungsaufenthalt an der Penn State oder anderen Universitäten in den USA zu absolvieren.
 

Weitere Informationen:
http://packfellowship.org

 

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Fotos rechts: Julia Siekmann / Uni Kiel