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„Wohnen für Hilfe“ sucht dringend Privatzimmer

28.10.2019

Studienanfängerinnen und -anfänger haben es auch in diesem Wintersemester schwer, eine Unterkunft zu finden. Das Studentenwerk SH appelliert an Bürgerinnen und Bürger, im Rahmen seines Projektes „Wohnen für Hilfe“ Wohnraum für Studierende in Kiel und Umland zur Verfügung zu stellen.

Das Problem ist nicht neu und verschärft sich jedes Jahr zum Start des Wintersemesters: Studierende müssen sich auf eine langwierige Suche nach preisgünstigem Wohnraum begeben. Die neun Wohnheime mit rund 2.000 Plätzen des Studentenwerks SH in Kiel sind bereits belegt. Rund 450 Studierende befinden sich aktuell auf der Warteliste. Die Apartments in privat geführten Wohnheimen sind häufig für Studierende unerschwinglich, ebenso wie die Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt.
 
„Deshalb suchen wir händeringend Privatzimmer“, erklärt Alexandra Dreibach vom Studentenwerk SH. Seit 2012 koordiniert sie das soziale Wohnprojekt „Wohnen für Hilfe“. Hierbei vermittelt sie Wohnpartnerschaften zwischen Studierenden und Senior*innen, Menschen mit Behinderung oder Familien. Das Besondere: Studierende zahlen keine oder nur eine geringe Miete und leisten stattdessen praktische Hilfe wie Kochen, Rasenmähen oder Babysitten. Eine Stunde Hilfe im Monat für einen Quadratmeter Wohnraum lautet die Faustregel.
 
Häufig seien es ältere oder alleinstehende Menschen, die gern auf das Angebot von „Wohnen für Hilfe“ zurückgreifen, so Dreibach. Sie leben in geräumigen Wohnungen oder Häusern und können die täglichen Arbeiten nicht mehr alleine verrichten. Studentische Wohnpartner*innen leisten nicht nur wertvolle Unterstützung im Alltag, sondern auch Gesellschaft. „Die Studierenden wiederum haben ein bezahlbares Dach über dem Kopf sowie eine soziale Bezugsperson“, so die Koordinatorin. „Gerade Erstsemesterstudierenden, die frisch ihr Elternhaus verlassen haben, bietet eine Wohnpartnerschaft Rückhalt und ein Gefühl von Zuhause.“
 
Die Rahmenbedingungen für eine Wohnpartnerschaft werden in einem persönlichen Gespräch individuell festgelegt. Anhand von Bewerbungsbogen wählt Alexandra Dreibach die idealen Wohnpaare aus. Finanziell gefördert wird das Projekt durch das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Kiel. In der Vergangenheit konnten bereits hunderte Partnerschaften erfolgreich vermittelt und ein wichtiges Zeichen gegen studentische Wohnungsnot in Kiel gesetzt werden.
 
Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ wird nicht nur in Kiel, sondern inzwischen an rund 35 Universitätsstandorten in ganz Deutschland angeboten. Seit Juli 2019 ist „Wohnen für Hilfe“ deutschlandweit markenrechtlich geschützt.
 

Sie haben ein Zimmer frei und wollen das Projekt unterstützen? Dann melden Sie sich bitte bei:

Studentenwerk Schleswig-Holstein
Alexandra Dreibach
Steenbeker Weg 20, 24106 Kiel
Tel.: (0431) 8816-314
https://www.studentenwerk.sh/de/wohnen/wohnen-fuer-hilfe/index.html

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske