Detailansicht

Logo: wissenschafftzukunft kiel
Logo: Landeshauptstadt Kiel
DetailansichtDetailansicht
Logo: wissenschafftzukunft kiel

Vergabe von 110 Deutschlandstipendien und vier Kiel-Vollstipendien an Studierende

11.11.2019

Es ist erneut eine Rekordzahl, die Professor Lutz Kipp, Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), vermeldet: Genau 110 Deutschlandstipendien konnte die CAU in diesem Jahr gemeinsam mit Stifterinnen und Stiftern vergeben.

Während einer Feierstunde am Donnerstag, 7. November, wurden die begehrten Urkunden zum neunten Mal an die in- und ausländischen Studierenden der CAU überreicht. Gleichzeitig vergab Wissenschaftsreferentin Kerstin Dronske im Namen der Landeshauptstadt Kiel vier Vollstipendien an Studierende ihrer Partnerstädte.

Stipendiatin: „Das Deutschlandstipendium ist ein Vertrauensvorschuss“
Ob in der Flüchtlingshilfe, in Organisationen für nachhaltige Entwicklung oder in der Nachhilfe von benachteiligten Kindern: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten bringen nicht nur exzellente Leistungen in ihren Fächern, sie engagieren sich darüber hinaus auch ehrenamtlich im sozialen, politischen oder sportlichen Umfeld.

Das will honoriert werden: „Für uns ist es sehr wichtig, den medizinischen Nachwuchs zu fördern“, sagte Stifterin Dr. Monika Schliffke von der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Ihre Stipendiatin ist die Medizinstudentin Josephine Sawierucha, die monatlich 300 Euro erhält. „Ich werde schon fast mein gesamtes Studium über von der Kassenärztlichen Vereinigung unterstützt. Das Deutschlandstipendium ist aber nicht nur eine finanzielle Entlastung, sondern vor allem ein Vertrauensvorschuss“, erzählte sie.

Zahl der Stifterinnen und Stifter erneut gestiegen

„Das Deutschlandstipendium ist ein fantastisches Format und ein echtes Erfolgsmodell, um begabte junge Menschen während ihres Studiums zu unterstützen“, sagte CAU-Präsident Professor Lutz Kipp und freute sich über die sechs neuen Stifterinnen und Stifter, sie das Stipendienprogramm an der CAU zukünftig unterstützen. Damit stieg die Zahl der Stifterinnen und Stifter, die sich mit ihren Beiträgen für die Begabtenförderung an der CAU einsetzen, auf insgesamt 52.

Zu den Förderern zählen Firmen, Institutionen, Stiftungen und Privatpersonen aus Kiel und der Umgebung. Einige von ihnen sind bereits seit 2011 dabei, als das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Programm aufgelegt hat. In diesem Jahr brachten die Stifterinnen und Stifter für die 60 weiblichen und 50 männlichen Studierenden eine Summe von 198.000 Euro auf, die das BMBF auf 396.000 Euro verdoppelt. Trotz der immensen Summe konnten nicht alle Bewerbungen berücksichtigt werden, so groß war der Andrang.

Zu den neuen Stifterinnen und Stiftern gehören die Fiehn-Stiftung aus Rendsburg, Rechtsanwalt Dr. Reinhard Möller, die nordBLICK Augenklinik Bellevue GmbH, das Ehepaar Dr. Berrit Ahsbahs-Niemann und Dr. Gerhard Niemann, der Verein zur Förderung des Archäologischen Landesmuseums e.V. und private Stifter. Besonders erwähnenswert ist die Professor Dr. Werner Petersen-Stiftung, die gleich 20 Stipendien vergab, um damit den Nachwuchs in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Technik zu fördern.

Vergabe von vier Kiel-Vollstipendien

An diesem Abend wurden auch vier Kiel-Vollstipendien vergeben: Bereits seit dem Jahr 1954 ermöglicht die Landeshauptstadt Kiel im Rahmen eines eigenen Stipendienprogramms begabten ausländischen Studierenden aus den Kieler Partnerstädten einen Aufenthalt in der Landeshauptstadt. In diesem Jahr erhalten vier Studierende aus Kaliningrad und Brest ein zehn-, bzw. fünfmonatiges Vollstipendium. Wissenschaftsreferentin der Landeshauptstadt Kerstin Dronske überreichte die Kiel-Stipendien während der Feierstunde an Yulia Murzakova (Kaliningrad/Russland, Geographie an der CAU), Vladislav Solovyev (Kaliningrad/Russland, Geographie an der CAU), Svetlana Cheus, (Kaliningrad/Russland, Psychologie an der CAU) und Louis Olivier (Brest/Frankreich, Information Engineering an der Fachhochschule Kiel).

Der 20-jährige Vladislav Solovyev freute sich, eines von vier Kiel-Vollstipendien der Stadt erhalten zu haben. Er stammt aus Kiels Partnerstadt Kaliningrad und studiert Geographie an der CAU. „Ich verstehe das Stipendium als Chance, neue Leute kennenzulernen und mit Unternehmen in Kontakt zu treten“, erklärte er.

Über das Deutschlandstipendium:

Mit den Deutschlandstipendien würdigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit privaten Förderinnen und Förderern Studierende für herausragende Leistungen in Schule oder Studium sowie besonderes gesellschaftliches Engagement.
www.deutschlandstipendium.de

Über das Deutschlandstipendium-Programm an der CAU:
www.deutschlandstipendium.uni-kiel.de

Über das Kiel-Stipendium:
www.wissenschafftzukunft-kiel.de/stipendien

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Fotos rechts: Christina Klodt / Uni Kiel