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Veloroute 10 erreicht Uni-Campus

28.05.2019

Seit heute (Dienstag, 28. Mai) ist die Veloroute 10 der Landeshauptstadt Kiel offiziell an den Campus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) angeschlossen.

Das gemeinsame Ziel vor Augen, wurde das städtische Projekt bis an die Campusgrenzen gebaut, gemeinsam über die ehemalige Eisenbahnbrücke über die Olshausenstraße geführt und durch die CAU bis zur Mensa II verlängert. Für Fußgängerinnen und Fußgänger gibt es eine gesonderte Wegeführung, die ebenfalls neu geschaffen wurde.

Anlässlich des heutigen Fahrradtages an der Universität gaben Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, Uni-Präsident Professor Lutz Kipp und Uni-Kanzlerin Claudia Ricarda Meyer die etwa 1,3 Kilometer lange Teilstrecke frei. Zahlreiche Fahrradfahrerinnen und -fahrer begleiteten sie auf der Jungfernfahrt.

„Mit dem Rad zur Uni und danach ins Holstein-Stadion und das alles auf einem breiten Radschnellweg ohne Ampeln und ohne Autos – das ist kein Traum, sondern dank der Veloroute 10 nun Kieler Wirklichkeit“, so Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. „Im Herbst wird die Veloroute vollendet sein und bis zum Citti-Park reichen. Anfang Juli wird dann noch das neue Bike-Sharing-System, unsere Sprottenflotte, dazu kommen. Das sind wichtige Schritte auf dem Weg zur Fahrradstadt. Viele weitere werden in den nächsten Jahren folgen.“

Für die CAU ist die Veloroute in mehrfacher Hinsicht wertvoll, betonte Kipp: „Mit dem Campus-Stadt-Bauentwicklungsprogramm Kiel. Science. City. werden wir über die nächsten 15 Jahre ein Konzept mit internationaler Strahlkraft umsetzen. Dazu gehört ganz klar die räumliche Verbindung von Stadt und Uni-Campus. Hier an der Veloroute wird das Ziel greifbar. Wir freuen uns sehr, dass dieses gemeinsame Vorhaben von Stadt und Universität gelungen ist und wir heute offiziell unser Teilstück freigeben können!“

„Kiel. Science. City. steht auch für einen modernen Campus mit zeitgemäßen Mobilitätsformen. Seit einigen Jahren verfolgen wir deshalb ein Mobilitätskonzept, mit dem der Radverkehr bei uns gestärkt wird. Die Anbindung an die Veloroute der Stadt ist dabei von ganz zentraler Bedeutung“, ergänzte Meyer.

Dank einer Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit von knapp 1 Million Euro konnte die CAU die Anbindung an die Fahrradstraße mit Gehwegen und 350 neuen Fahrradbügeln realisieren. Zusätzlich wurden Überdachungen für vier große Fahrradstationen an der CAU gebaut. Damit die Veloroute auch am Campus gut erreichbar ist, werden außerdem einzelne Zuwegungen hergestellt: „Noch in diesem Jahr schaffen wir zum Beispiel eine Anbindung an die Olshausenstraße. Im Zuge unserer Neubauten sind dann weitere CAU-Anschlüsse an die Veloroute geplant“, so Meyer.

Die Stadt betont die städtebaulichen Impulse, die von der Veloroute 10 ausgehen. So wurden ehemalige Rückseiten zur Vorderseiten – insbesondere am Grasweg. Hier wurde auch eine neue Verbindung zwischen Universität und Grasweg geschaffen, die die ehemalige trennende Gleisbarriere überwindet. Zur weiteren Aufwertung des Bereichs soll auch der Gleispark auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände beitragen, mit dessen Planung in diesem Jahr begonnen werden soll.

Der Bau der Veloroute 10 ist die wichtigste Radverkehrsmaßnahme der Landeshauptstadt Kiel auf dem Westufer. Der Radschnellweg, der auf einer ehemaligen Gütergleistrasse errichtet wird, soll den Stadtteil Hassee mit der Universität auf 4,2 Kilometern beziehungsweise mit dem Holstein-Stadion auf 4,8 Kilometern verbinden.

Die Veloroute 10 ist die längste autofreie und durchgängig beleuchtete Fahrradstraße in Kiel. Wegen ihrer Breite von überwiegend vier Metern können sich Radlerinnen und Radler dort nebeneinander fahrend begegnen. Die Route kommt ohne Ampeln aus. Radfahrende treffen lediglich an den Querungen Kronshagener Weg und Hasseldieksdammer Weg auf Autoverkehr.

Der letzte Teil des Radverkehrsweges vom Hasseldieksdammer Weg bis zur Haltestelle „Kiel-Hassee Citti-Park“ soll spätestens Anfang 2020 fertig sein. Die Gesamtkosten für den Bau der Veloroute 10 belaufen sich auf fünf Millionen Euro.

 

 

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Fotos und Grafiken rechts: Uni Kiel;
Claudia Eulitz / Uni Kiel; Jürgen Haacks / Uni Kiel; Farah Claußen / Uni Kiel; Claudia Eulitz / Uni Kiel; Uni Kiel