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Studierende der FH Kiel punkten bei Gründungsstipendium Prototyping Kit

Mit einer Sprachbox für Kinder, exotischen Eissorten und einem cleveren Gepäcksystem möchten Kieler Student*innen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Eine Starthilfe erhalten sie durch das „Prototyping Kit“ des Co-Working-Spaces Fleet 7, der Werner-Petersen-Stiftung und der Fachhochschule Kiel.

Das Stipendium beinhaltet nicht nur für jedes Gründungsvorhaben ein Startkapital von 1.000 Euro, einen temporären Arbeitsplatz im Fleet 7, sondern auch die Unterstützung und konstruktive Begleitung durch Mentor*innen aus Hochschulen, Wirtschaft und der Start-up-Szene.

Die Freude bei Nabil Borkowski über den Erfolg beim Prototyping Kit ist groß. Das Stipendium sei perfekt, um die Gründungsidee des Teams Vetrasy in den kommenden Monaten zu konkretisieren.

„Es ist eine Möglichkeit für uns alle, einen Einblick in die Gründungsszene zu bekommen und ein Teil davon zu sein“, sagt der gebürtige Hannoveraner. Borkowski studiert Informationstechnologie an der FH Kiel und möchte gemeinsam mit den drei Industriedesignstudenten Ben Wesch, Kevin Müller und Konrad Freyer (Muthesius Kunsthochschule) und dem Sozioökonomie-Studenten Nils Koepchen (Kieler Universität) ein modulares Taschensystem aus verschiedenen Hardcover-Modulen entwickeln.

So sollen alle Dinge des täglichen Lebens in einem passenden Element verstaut und je nach Bedarf und Aktivität zur Tasche hinzugefügt oder entfernt werden können: „Wir wollen lästiges Umpacken überflüssig machen, das Vergessen von Dingen vermeiden helfen und gleichzeitig einen höheren Diebstahlschutz gewährleisten“, erklärt der 20-Jährige das Prinzip.

Ein ganz anderes Anliegen verfolgt Miriam Halloun mit ihrer Sprachbox. Die 30-Jährige studiert Soziale Arbeit an der Fachhochschule Kiel und arbeitet als mobile Heilpädagogin mit eigener Praxis. Die Erfahrungen im Bereich der Frühförderung sind in ihre Gründungsidee eingeflossen: eine Sprachbox zur Unterstützung von Kindern mit Lernschwierigkeiten, z. B. aufgrund sozialer Benachteiligung, Sprachbarrieren, Sehbehinderungen oder anderer Entwicklungsverzögerungen.

„Damit ein Kleinkind in seinem Lernprozess neue Begriffe nachhaltig aufnimmt und im Langzeitgedächtnis speichern kann, sollten beim Spielen möglichst ganzheitlich viele Sinne angesprochen werden“, erklärt Halloun.

Ein erster Prototyp entstand an der FH Kiel. Halloun formulierte ihren Anforderungskatalog, den Masterstudierende der Elektrischen Technologien in einem Projekt umsetzten. Nun möchte die FH-Studentin eine*n Ingenieur*in engagieren, damit diese*r den Prototypen optimiert.

Neue Eissorten möchte die dritte Stipendiatin der FH Kiel entwickeln. Die gebürtige Thailänderin Atchana Jiamsakultorn ist in China aufgewachsen und studiert BWL. In ihrer Abschlussarbeit analysiert sie die Marktchancen exotischer Eissorten, die sie aus ihrer Kindheit kennt, erklärt die 25-Jährige: „Als Kind habe ich Eis gegessen, das beispielsweise aus Süßkartoffeln, Taro, Mais, Bohnen und Tee hergestellt ist. Die Sorten schmecken auch süß, haben aber oft auch einen erdigen Geschmack, den ich sehr liebe.“

Mit ihrer ersten Sorte, einem Süßkartoffeleis, hat sie ihre Testpersonen schon begeistert. Im Rahmen des Stipendiums möchte sie u. a. weitere Rezepte entwickeln und optimieren, ein Verpackungsdesign entwerfen und eine Landingpage aufbauen, um potenzielle Investor*innen für ihre Idee zu begeistern.

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske