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„startIng! 4.0“ – Angehende Ingenieur*innen der FH Kiel entwickeln Ideen für rollenden Werbeträger

Heute Morgen fiel an der Fachhochschule Kiel der Startschuss für die 15. Runde des Erstsemesterprojekts „startIng!“. Und natürlich ist die einwöchige Simulation des Berufsalltags der zukünftigen Ingenieur*innen auch von den Einschränkungen der Corona-Pandemie betroffen.

Erstmals stehen die 140 Studierenden der Fachbereiche Maschinenwesen sowie Informatik und Elektrotechnik nicht - wie sonst im Herbst - am Beginn ihres Studiums, sondern bereits im zweiten Semester. Außerdem wird die gesamte Projektarbeit online vonstattengehen.

Das wird auch Auswirkungen auf künftige „startIng!“-Generationen haben, erklärt der Leiter des Projekts, Prof. Dr.-Ing. Jan Henrik Weychardt: „Wir wollen in diesem Durchgang die Möglichkeiten und Grenzen von online-Teamarbeit wissenschaftlich validiert ausloten. Die Erkenntnisse werden wir nutzen, um das Projekt ab dem kommenden Wintersemester in einer Präsenz-online-Hybridform fortzuführen.“

Eines aber hat sich nicht verändert: auch in diesem Jahr unterstützt das Wissenschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein das Projekt. Aus gutem Grund, erklärt Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei: „Seit 2017 kenne ich das Projekt startIng! und bin beeindruckt von dem Engagement, der Teamarbeit, dem Know-how und den Ideen der Studierenden, ein bestimmtes technisches und sehr komplexes Problem zu lösen. Dabei befinden sie sich gerade erst am Anfang des Studiums. Wie wichtig und konstruktiv interdisziplinäre Zusammenarbeit sein kann, wird hier eindrucksvoll im Rahmen des Fach- und Teamcoachings unter Beweis gestellt. Das wird die Studierenden für das zukünftige Studium und für das weitere Berufsleben prägen.“

Dieses Jahr konnte das Präsidium der FH Kiel als Projektpatin gewonnen werden. Die Aufgabe für die Student*innen lautet: „Entwickeln Sie ein oder mehrere mobile Objekte für Werbeveranstaltungen unter Einsatz des historischen Lastkraftwagens der Fachhochschule Kiel“.

Den 70 Jahre alten Oldtimer hatte die Hochschule zu ihrem 50-jährigen Bestehen 2019 restauriert und in Betrieb genommen. Seitdem kam er beispielsweise bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Kiel zum Einsatz oder warb bei Studieninformationsmessen für ein Studium an der FH Kiel, erklärt deren Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Klaus Lebert: „Das FH-Mobil setzen wir ein, um in jungen Menschen insbesondere die Neugier für Technik und Informatik sowie für ein Studium an der Fachhochschule im Allgemeinen zu wecken. Dafür haben wir kein Fahrzeug von der Stange gekauft, sondern es mit unseren Studierenden selbst restauriert. Deshalb freue ich mich, dass wir durch das startIng-Projekt auch bei der Ausstattung mit vielen kreativen Ideen unserer Studierenden rechnen dürfen. Denn sie wissen am besten, was sie neugierig gemacht hat!"

Eine Woche haben die 10 interdisziplinären Teams nun Zeit. Betreut und unterstützt werden sie dabei von Kommiliton*innen: Studierende höherer Ingenieursemester beraten bei fachlichen Fragen; Teamcoaches aus dem Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit unterstützen bei der Teambildung und ggf. im Krisenmanagement.


Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske