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Start-up von FH-Kiel-Absolvent und Student als Health-i-Pioneer ausgezeichnet

Innovative Lösungen für das deutsche Gesundheitswesen zeichnen die Techniker Krankenkasse und das Handelsblatt jährlich aus. Für 2020 darf sich das Digital-HealthStart-up Tricode, das zwei Kieler noch während ihres Studiums an der Fachhochschule (FH) Kiel im Januar 2020 gegründet haben, über den Titel Health-i-Pionieer freuen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hatten sie die App „Statusplus Blutspende“ entwickelt, um Blutspenden zu digitalisieren.
 
Die Freude beim Tricode-Team in Kiel ist riesengroß. Noch nicht einmal fünf Monate sind seit dem Launch der App „Statusplus Blutspende“ vergangen, und jetzt gehört das Start-up Tricode u.a. gemeinsam mit dem Impfstoffhersteller Curevac zu den vier Health-i-Pioneers des Jahres 2020. „Das ist eine unglaubliche Ehre und macht uns stolz“, erklärt TricodeGeschäftsführer Jonas Reinhardt. „Als Gesundheitspionier 2020 ausgezeichnet zu werden, ist für uns ein großes Signal, das uns sagt: ‚Was ihr macht, ist wirklich richtig gut und wichtig für unser Gesundheitssystem und unsere Gesellschaft‘. Wir wollen die Statusplus Blutspende damit noch stärker bundesweit adressieren.“
 
Aktuell dient die App, die auf allen gängigen Smartphones genutzt werden kann, als direkte Schnittstelle der Spender*innen zum UKSH. Die Nutzer*innen können z.B. ihren Blutspende-Ausweis und ihr Blutbild digital abrufen, erfahren, wann sie theoretisch wieder spenden könnten und wann eine Spende transfundiert wurde. Seit ihrem Launch am 14. Juni 2020 haben über 7.000 Menschen die „Statusplus Blutspende“-App heruntergeladen und nutzen sie aktiv zum regelmäßigen Blutspenden.  
 
Kliniken und Blutspende-Dienste erhalten ihrerseits die z.B. Möglichkeit, mit wenigen Mausklicks alle Spender*innen über die aktuellen Blutvorräte zu informieren oder individualisierte Push-Benachrichtigungen zu versenden. So ist bei Versorgungsengpässen ein Spendenaufruf an die App möglich, um viel schneller als bisher in Notsituationen reagieren zu können. Geplant ist außerdem die Digitalisierung von Spender-Fragebögen, um den Dokumentationsaufwand in den Blutspende-Einrichtungen zu minimieren und die Verweildauer vor Ort zu halbieren.  
 
Aktuell verhandelt Reinhardt mit weiteren Blutspende-Diensten außerhalb SchleswigHolsteins über eine Einführung der App. Mit dem nächsten Release plant das Team einige Verbesserungen: Die Spender*innen sollen noch leichter in die App eingeführt werden, die Übersicht wird überarbeitet. Außerdem strebt das Tricode-Team technische Weiterentwicklungen für die Kliniken an, erklärt Reinhardt: „Hierbei geht es primär um die

Auswertungen des Spendenverhaltens. Wie oft kommen Spenderinnen und Spender bestimmter Blutgruppen, wie sind die saisonale Verläufe von Bedarfen und einiges mehr. Es bleibt also weiterhin spannend!“