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Neues Führungsduo im Wissenschaftszentrum Kiel

04.07.2019

Dr. Wiebke Müller-Lupp ist neue wissenschaftliche Geschäftsführerin der Wissenschaftszentrum Kiel GmbH

 

Das Wissenschaftszentrum Kiel ist der zentrale Ort im Kieler Wissenschaftspark, an dem Wissenstransfer und Innovationen gefördert und ermöglicht werden. Neben Werner Kässens als Sprecher der Geschäftsführung und Chef der Kieler Wirtschaftsförderung (KiWi) ist von sofort an Dr. Wiebke Müller-Lupp wissenschaftliche Geschäftsführerin des gemeinsamen Unternehmens von Landeshauptstadt Kiel und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

Müller-Lupp verantwortet zukünftig das Netzwerk- und Kooperationsmanagement und soll dieses an den wissenschaftlichen Transfer-Potenzialen der Landesuniversität ausrichten. Außerdem leitet sie das Veranstaltungs- und Vermietungsmanagement. Mit der gemeinsamen Geschäftsführung wollen die Gesellschafter weitere Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft anstoßen und die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes fördern.

Neues Führungsduo
Müller-Lupp studierte Geografie mit dem Schwerpunkt Geologie und Bodenkunde in Hamburg und Kiel und wurde am Institut für Polarforschung mit einer Arbeit über Gasfreisetzung aus Permafrostböden promoviert. Seit 2016 hat sie den Wissenstransfer und Stakeholder-Dialog im Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ organisiert. Zuvor war sie in der Wirtschaftsförderung des Landes und der Unternehmensführung eines mittelständischen Unternehmens der maritimen Wirtschaft in Schleswig-Holstein beschäftigt.

Über ihre neue Aufgabe sagte Müller-Lupp: „Große gesellschaftliche Herausforderungen sind so komplex, dass sie nur gemeinsam von Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gelöst werden können. Das Wissenschaftszentrum ist dafür die ideale Plattform. Wir wollen es jetzt zu einem Zukunftsort für Kiel und Schleswig-Holstein weiterentwickeln. Durch die Nähe zur Universität Kiel und zu jungen Unternehmen haben wir im Wissenschaftszentrum alle Möglichkeiten, Partner zielgerichtet zu verbinden und neue, ambitionierte Projekte auf den Weg zu bringen. Ich freue mich darauf, das Wissenschaftszentrum gemeinsam mit Werner Kässens zu einem florierenden Ort für anwendungsorientierte Forschung zu machen.“

Auch für KiWi-Chef Werner Kässens hängt die Zukunftsfähigkeit der Industrie und regionalen Wirtschaft grundlegend von ihrer Innovationsfähigkeit ab. „Weil Innovationszyklen im globalen Wettbewerb immer kürzer werden, sind die vielen klugen Köpfe in den Hochschulen die Basis für zukünftige Arbeitsplätze in bestehenden Unternehmen, aber auch in Neuansiedlungen und Startups von morgen. Sie werden ein immer wichtigerer Standortfaktor für Kiel. Mit Wiebke Müller-Lupp haben wir jetzt einen direkten persönlichen Draht in die Universität Kiel. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr und auf viele spannende Projekte.“
 
Rückenwind der Gesellschafter
Als gemeinsame Einrichtung der Landeshauptstadt Kiel und der Landesuniversität ist das Wissenschaftszentrum wichtiger Akteur der Wirtschaftspolitik. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Wissenschaftszentrum Kiel GmbH, Grünen-Ratsherr Sven Krumbeck, stärkt das Wissenschaftszentrum die Attraktivität des gesamten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes in der Kiel Region.

Für Bürgermeisterin Renate Treutel wird das Wissenschaftszentrum mit der neuen Doppelspitze zu einer innovativen Plattform, auf der Zukunftsthemen der Landeshauptstadt Kiel besprochen und bearbeitet werden sollen: „Hier bieten sich vielfältige Möglichkeiten für Begegnungen, Austausch und offene Dialoge zwischen Wissenschaft, Forschung und verschiedenen Akteuren*innen der Zivilgesellschaft. Diese Möglichkeiten wollen wir nutzen, um umfassende und innovative Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Klima- und Meeresschutz, nachhaltige Mobilität, Digitalisierung, Gesundheit oder Ernährung zu finden. Gemeinsam werden wir hier Impulse für Kiels Zukunftsfähigkeit geben.“

Die Leiterin des Eigenbetriebs Beteiligungen der Landeshauptstadt Kiel, Sabine Schirdewahn, ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass die Doppelspitze wieder vollständig ist. Die Konstellation ist optimal. Zwischen den beiden mehrheitlich kommunalen Gesellschaften Wissenschaftszentrum und KiWi wird so eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit auf lange Sicht gewährleistet. Wir freuen uns insbesondere, dass damit die konstruktive Zusammenarbeit der Gesellschafter Landeshauptstadt Kiel und CAU im Wissenschaftszentrum nicht nur ihre Fortsetzung findet, sondern auch noch einmal intensiviert wird.“

Dass eine solche Struktur wichtiger Baustein für die weitere strategische Entwicklung der CAU ist, betont auch die für den Technologietransfer verantwortliche Vizepräsidentin Professorin Karin Schwarz: „Für uns hat der Wissens- und Technologietransfer in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Das Wissenschaftszentrum ist der Brückenkopf, um Kooperationen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft zu stärken. Unsere universitäre Forschung soll und will sich stärker bei der Lösung großer gesellschaftlicher Fragen einbringen. Dr. Wiebke Müller-Lupp ist eine echte Expertin auf diesem Gebiet. Als wissenschaftliche Geschäftsführerin des Wissenschaftszentrums wird sie den Dialog von Wissenschaftler*innen mit Stakeholdern weiter vertiefen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Universitätscampus mit seinen Forschungsinstituten, dem Inkubator des Zentrums für Entrepreneurship und mit seinen Unternehmen wird der Wissenschaftspark schon bald neue Initiativen und Projekte auf den Weg bringen, die Kiel und unsere Universität voranbringen.“

Wissenschaftszentrum Kiel
Das Wissenschaftszentrum ist das Herz des Kieler Wissenschaftsparks. Es bietet Raum für Ideen und Begegnungen zwischen Forschenden, Unternehmen und Stakeholdern. Seit 2008 ermöglicht es den Wissens- und Technologietransfer sowie den Austausch von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Wissenschaftszentrum unterstützt Unternehmen dabei, Kooperationspartner in den Hochschulen der Region zu finden. Außerdem vermittelt es Kontakte zu regionalen Unternehmen und Verbänden oder stellt den Kontakt zu Fachleuten her. Es fördert den transdisziplinären Dialog, unterstützt beim Recruiting qualifizierter Mitarbeiter*innen oder bietet Innovationsberatung an. Ein eigenes Tagungszentrum bietet moderne, flexible Veranstaltungsräume auf einer Fläche von mehr als 450 Quadratmetern für bis zu 200 Teilnehmer*innen.

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Foto rechts: KiWi