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Fachschaft Biologie der Uni Kiel veranstaltete zum zweiten Mal das Campus CleanUp

05.06.2019

Die Themen Klimawandel und Umweltverschmutzung sind in aller Munde: So greifen auch die Veranstaltungen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) im Rahmen der CAU-Aktionstage zur Nachhaltigkeit (27. Mai bis 5. Juni) die globalen Missstände auf.

Um Umweltverschmutzung durch achtlos weggeworfenen Abfall zu bekämpfen, rief die Fachschaft Biologie der Kieler Uni zum allgemeinen Campus CleanUp am Dienstagnachmittag (4. Juni) auf. Ausgestattet mit Müllsäcken, Eimern, Handschuhen und Greifzangen befreiten rund 20 freiwillige Helferinnen und Helfer den Campus von herumliegendem Abfall.

„Als ich über den Campus gelaufen bin, habe ich in einem Stück Wald ganz viel Müll gesehen, der da einfach so herumlag. Da bin ich richtig wütend geworden und wollte was ändern“, erzählte Kristin Möding, Organisatorin und Mitglied in der Fachschaft Biologie. Das Erlebnis bewegte sie im vergangenen Jahr dazu, den Campus CleanUp gemeinsam mit der Fachschaft erstmalig ins Leben zu rufen. Da sie und ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen immer wieder auf achtlos in die Umwelt geworfenen Abfall an der Uni stießen, lag es für die Fachschaft nahe, den Campus CleanUp erneut auf die Beine zu stellen.

Mödings Ziel ist es, dass sich die Menschen mehr Gedanken über die Konsequenzen ihres Handelns machen und zumindest Kleinigkeiten ändern: „Ich möchte, dass die Leute sich überlegen, wo der ganze Müll herkommt, was ich vielleicht damit zu tun habe und was ich ändern kann. Dass niemand perfekt ist, ist klar. Aber wenn jeder versucht, ein bisschen perfekt zu sein, dann können wir schon viel erreichen“, appellierte Möding an ihre Mitmenschen. Sie selbst versucht darauf zu achten, möglichst wenig Abfall zu verursachen: Sie kauft unverpacktes Obst und Gemüse ein, hat Jutebeutel statt Plastiktüten dabei (oder wiederverwendet diese) und benutzt Stückseife statt Seifenspender– „alles Dinge, die jede und jeder im Alltag umsetzen kann“, so Möding.

Mit angepackt beim Campus CleanUp hat auch Simon Korte. Der 23-jährige Geographiestudent ärgerte sich dabei über eine Sache besonders: „Die Kippen sind das Schlimmste, die liegen hier überall. Würde jeder seine Zigarette nach dem Rauchen im Aschenbecher entsorgen und seinen Platz vor dem Verlassen ein bisschen aufräumen, hätten wir heute nicht so viel zu tun.“

Für Celine Wendt (22), die ebenfalls Geographie an der CAU studiert, liegt das Problem der Umweltverschmutzung vor allem in der Zukunft: „Wahrscheinlich finden es die Leute bequemer, ihren Müll auf der Straße zu entsorgen. Auf lange Sicht kommt der Müll aber wieder zu uns zurück und das ist dann alles andere als bequem.“

Ein Problem, auf das auch das studentische Projekt Kreative Küste aufmerksam machen will und deshalb aus dem gesammelten Abfall die Skulptur in Form eines Fisches nachgebildet hat: „In immer mehr Tieren findet sich Mikroplastik und anderer Abfall, den wir dann beim Essen auch in uns aufnehmen. Dieser Kreislauf ist natürlich sowohl für den Menschen als auch für die Tiere und die Umwelt extrem schädlich“, erklärte Mitgründerin Leslie Matthiesen (24).

Das Kunstprojekt wird von Mittwoch bis Freitag (5. bis 7. Juni) vor dem Audimax der CAU ausgestellt, bevor der Abfall schlussendlich da landet, wo er hingehört.

Weitere Informationen:
https://www.klik.uni-kiel.de/de/Aktionen

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske