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Energiewende, städtischer Wohnraum oder Geopolitik mit rechtspopulistischem Einschlag

23.09.2019

2.000 Expertinnen und Experten diskutieren beim Deutschen Kongress für Geographie an der Kieler Universität die Zukunft des Faches in Forschung, Praxis und Lehramt | Öffentliche Fachforen vom 27. bis 29. September

Vor 50 Jahren stand die deutschsprachige Geographie an einem Wendepunkt. Mit lautstarken Protesten forderten Studierende beim Geographentag 1969 in Kiel grundlegende Reformen des Faches. Gesellschaftlich relevante Fragestellungen sollten in den Fokus gerückt, traditionelle Länderkunde sollte durch raumwissenschaftliche Betrachtungsweisen zum Beispiel auf soziale Ungleichheit abgelöst werden.

Heute ist die geographische Perspektive wichtiger Bestandteil einer Vielzahl von sozialen, politischen, wirtschaftlichen oder klimarelevanten Weichenstellungen. Für vier Tage kommen am Donnerstag, 26. September, über 2.000 Expertinnen und Experten an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zusammen, um einen Blick zurück auf 50 Jahre Fachentwicklung seit 1969 zu werfen und insbesondere, um aktuelle Herausforderungen auszutauschen. Ausgerichtet wird der Deutsche Kongress für Geographie 2019 der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) vom Geographischen Institut der Kieler Universität, unter Leitung von Professor Rainer Wehrhahn.

Zum kompletten Programm: www.dkg2019.de

 
Programm für die allgemeine Öffentlichkeit:

Drei Fachforen im Rahmen des Deutschen Kongresses für Geographie 2019 dienen der Vernetzung von Wissenschaft und Gesellschaft. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Freitag, 27. September, 18:15 Uhr, geht es im Fachforum „Geographische Kontexte der Energiewende“ um die Frage, mit welchen fachlichen Ansätzen die Geographie zu einer zukunftsgerichteten und nachhaltigen Gestaltung der Energie- und Umweltwende beitragen kann. Professor Rainer Duttmann (Kiel) und Dr. Olaf Kühne (Tübingen) moderieren die Veranstaltung.

Im Fachforum „Städtische Wohnungs- und Bodenpolitik: Von Spekulationsblasen und Protesten zu neuen politischen Konzepten und Strategien?“ am Samstag, 28. September, 18:15 Uhr, sprechen Professor Rainer Wehrhahn (Kiel) und Professorin Susanne Heeg (Frankfurt am Main) gemeinsam mit weiteren Gästen, u.a. Andreas Breitner vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen, über die Folgen einer nicht nachhaltigen Wohnungspolitik. Dazu zählen die Verknappung von Wohnraum und massive Erhöhungen von Wohnkosten.

Am Sonntag, 29. September, können Interessierte um 18:15 Uhr das von Professor Florian Dünckmann (Kiel) und Paul Reuber (Münster) moderierte Fachforum „Der autoritäre Populismus in der ‚Raumfalle‘: Geopolitische Argumentationen rechtspopulistischer Bewegungen und Parteien“ besuchen. Die Veranstaltung führt die wissenschaftlich-kritische Auseinandersetzung der Geographie mit rechtsextremen und populistischen Bewegungen fort, die sich in den vergangenen Jahren in verschiedenen Veranstaltungen entwickelt hat.


Die Veranstaltung im Überblick:
Was: Deutscher Kongress für Geographie 2019: Öffentliche Fachforen
Wann: Freitag, 27.9.2019, bis Sonntag, 29.9.2019, jeweils von 18:15 bis 19:45 Uhr
Wo: Christian-Albrechts-Platz 2, Audimax, Frederik-Paulsen-Hörsaal
Ohne Anmeldung

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske