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DASISTJAGROTESK – Gerald Grote zu Gast im Bunker-D

22.08.2019

Gerald Grote ist den Schleswig-Holsteiner*innen vor allem als Filmschaffender bekannt. Aus privaten Super-8-Aufnahmen schuf er mit „8mm Kieler Woche“ oder „Schnee von gestern“ einzigartige filmische Dokumentationen.

Sein jüngstes Werk „Ich habe KIEL zu erzählen“ feierte im November 2018 seine Premiere und lockte tausende Zuschauer*innen in das Kino in der Pumpe. Doch Grotes Liebe gilt nicht nur dem bewegten Bild, sondern auch der Sprache, die unseren Alltag illustriert, und den Worten mit ihren oftmals verblüffenden Momentaufnahmen.

Unter der Überschrift: DASISTJAGROTESK – KLEINEWORTHOGRAPHIE präsentiert er am Donnerstag, 29. und in der Museumsnacht am Freitag, 30. August 2019 seine Textgraphiken im Bunker-D der Fachhochschule (FH) Kiel.

„Sehtesttafeln“ nennt Grote seine Arbeiten, die an die Lesetafeln von Augenärzt*innen erinnern. Doch darauf sind nicht wahllos kleiner werdende Buchstabenfolgen oder Zahlen zu sehen, sondern erstaunliche Wortspiele. „Die besonders guten Bücher über Maultiere haben Eselsohren“ ist da zu lesen oder „Ornithologen neigen dazu, ganz plötzlich jemandem einen Vogel zu zeigen“.

„Dass man Buchstaben entziffern muss“, erklärt Grote „zeigt bereits die versteckte Absurdität in unserer Sprache. Als Kind dachte ich immer, man braucht eine Schere, um jemandem das Wort abzuschneiden. Und wie sieht eigentlich jemand aus, der in Frage kommt? Rätsel über Rätsel. Aber vielleicht gelingt es mir ja, eines dieser duftenden Geheimnisse zu lüften.“

DASISTJAGROTESK wird buchstäblich am Donnerstag, 29. August 2019, um 18 Uhr mit „Russisch Brot“ eröffnet und ist auch während der Museumsnacht am Freitag (30. August) von 19 bis 24 Uhr zu sehen.

 

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske