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Vorfreude bei Landeseinrichtungen: IBS-Studierende im Studiengang Bauingenieurwesen starten kommendes Wintersemester

25.06.2018

Nur wenige Monate benötigte die Fachhochschule (FH) Kiel, um auf Wunsch der Landesregierung den Studiengang Bauingenieurwesen einzurichten. Seit fünf Wochen können sich Studieninteressierte an der FH Kiel um einen Studienplatz bewerben.

Die Reaktion auf das neue Angebot fällt positiv aus, freut sich FH-Präsident  Prof. Dr. Udo Beer: „Wir haben mit dem heutigen Tag 58 Bewerbungen auf unsere 40 Studienplätze. Es gibt also nicht nur einen Bedarf an Fachkräften, sondern auch junge Menschen, die ihre Zukunft in diesem Berufsfeld sehen. Die Entscheidung des Landes, den Studiengang Bauingenieurwesen an unserer Hochschule einzurichten, erweist sich als goldrichtig.“
 
Mindestens 28 künftige Bauingenieurinnen und -ingenieure werden ihr Studium im dualen Studienkonzept IBS (Industriebegleitetes Studium) durchführen, 17 bei drei Einrichtungen des Landes Schleswig-Holstein. Die Studierenden arbeiten während des Semesters einen Tag und in der vorlesungsfreien Zeit in den beteiligten Landeseinrichtungen. Die  Kooperationspartner kämpfen schon länger mit den Folgen des Fachkräftemangels und hatten sich beim Land für eine Ausweitung des Studienangebots stark gemacht: „Wir wollten aus der Not eine Tugend machen. Deshalb haben wir proaktiv diesen Ingenieurstudiengang für Kiel angeregt. Denn wir brauchen unsere technisch begabten jungen Leute für Schleswig-Holstein. Und dafür müssen wir ihnen von Anfang an Qualifikation und Perspektive im Land bieten. Das tun wir mit dem neuen Studiengang“, betont Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH).
 
Der Studiengang bietet ab dem sechsten Semester die Wahl zwischen drei Schwerpunkten: „Konstruktiver Ingenieurbau“, „Infrastruktur und Verkehr“ sowie „Wasserbau und Küstenschutz“. Letztere Spezialisierungsmöglichkeit begrüßt besonders Dr. Johannes Oelerich, Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH): „Schleswig-Holstein ist das Land zwischen den Meeren mit über 1.000 km Küstenlänge. Trotzdem gab es bei uns viele Jahre lang keine Möglichkeit der Ausbildung zum Küstenwasserbauingenieur. Ich freue mich daher sehr, dass die Themen Wasserbau und Küstenschutz nun von der Fachhochschule Kiel als Lehrinhalte aufgenommen wurden. Das Land zwischen den Meeren wird davon profitieren. Ich hoffe, im August die beiden ersten Studierenden in ihrem Ausbildungsgang bei uns am Betriebssitz des LKN.SH in Husum begrüßen zu können.“
 
Um die Nachwuchskräfte optimal auf die spezifischen Rahmenbedingungen des Öffentlichen Dienstes vorzubereiten, bietet die FH den IBS-Studierenden der Landeseinrichtungen einen Verwaltungsergänzungslehrgang an, in dem z.B. Vergabe-, Europa- und allgemeines Verwaltungsrecht sowie Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen gelehrt werden. Ein Angebot, das Frank Eisoldt (Geschäftsführer Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR) sehr begrüßt: „Da wir keine Ausbildung für Architektur und Bauingenieurwesen in der Region haben, sind wir im Norden und Westen von Schleswig-Holstein mittlerweile bei einer Fachkräftenot angelangt. Daher ist es großartig, wie schnell der Studiengang Bauingenieurwesen ins Leben gerufen wurde. Sehr positiv ist zudem, dass ein zusätzliches, öffentlich-rechtliches Curriculum angeboten wird, das exakt auf uns als öffentlicher Auftraggeber zugeschnitten wird.“

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie unter:
www.fh-kiel.de/Bauingenieurwesen

Informationen zum Industriebegleiteten Studium finden Sie unter:
www.fh-kiel.de/ibs

 



Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Fotos rechts: Matthias Pilch / FH Kiel