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Uni Kiel vergibt Deutschlandstipendien

05.11.2018

Genau 104 Deutschlandstipendien konnte die CAU in diesem Jahr gemeinsam mit Stifterinnen und Stiftern vergeben. Außerdem erhalten vier Studierende aus Kaliningrad, Vaasa und Brest das Kiel-Stipendium der Landeshauptstadt.

Es ist eine Rekordzahl, die Professor Lutz Kipp, Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), und Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer vermeldeten: Genau 104 Deutschlandstipendien konnte die CAU in diesem Jahr gemeinsam mit Stifterinnen und Stiftern vergeben – das sind 13 mehr als im Jahr zuvor. Während einer Feierstunde im Kieler Rathaus am Donnerstag, 1. November, wurden die begehrten Urkunden zum achten Mal an die in- und ausländischen Studierenden der CAU überreicht. Damit wurden seit Beginn des Programms im Jahr 2011 insgesamt 621 Deutschlandstipendien gestiftet.

„Das Deutschlandstipendium ist eine hervorragende Möglichkeit, begabten, jungen Menschen unter die Arme zu greifen und sie während ihres Studiums zu unterstützen“, erklärte CAU-Präsident Professor Lutz Kipp während der Feierstunde. Genau das ist der Grund, warum sich die Kieler Uni seit 2011, seitdem das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Programm aufgelegt hat, daran beteiligt. Für Oberbürgermeister Ulf Kämpfer ist das Stipendium neben der finanziellen Förderung der Studierenden auch eine Wertschätzung und Chance zugleich: „Menschen und Institutionen, die Ihnen eigentlich nichts schulden, glauben an Sie und Ihr Potenzial. Machen Sie etwas aus diesem Rückenwind“, gab er den Studierenden mit auf den Weg. Und die waren nicht nur dank der lobenden Worte der Festredner, sondern schon durch die Tatsache, für das Stipendium ausgewählt worden zu sein, froh und stolz.
 
Das zeigte sich in all den strahlenden Gesichtern, die man auf dem Flur und im Ratssaal erblickte: „Das Stipendium zu erhalten ist für uns etwas ganz Besonderes und eine wunderbare Wertschätzung für das, was wir in der Schule und an gesellschaftlichem Engagement nebenbei geleistet haben“, erzählten Jasna und Kira Schröder, die sich „unglaublich gefreut haben“, als das Schreiben mit der Zusage kam. Ein Jahr lang erhalten die Studentinnen der Agrarwissenschaft vom Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein monatlich 300 Euro. Stolz über die „unglaubliche Auszeichnung“ ist auch Tobias Schmelzer (Geschichte), der von der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte – einem neuen Stifter – gefördert wird.
 
Für Timo Hoffmann ist das Stipendium eine Wertschätzung und ein Segen zugleich: „Man bemüht sich ja schon sehr, in der Regelstudienzeit zu bleiben, um den Eltern nicht zu lange auf der Tasche zu liegen“, sagte der VWL-Student mit Dank an seinen Geber, die Stiftergemeinschaft Fördesparkasse. „Den Nachwuchs zu unterstützen ist immer eine gute Sache“, sagt Carsten Zarp von der Stiftergemeinschaft.
 
Insgesamt 46 Stifterinnen und Stifter – Firmen, Institutionen, Stiftungen und Privatpersonen aus Kiel und der Umgebung – engagieren sich mit ihren Beiträgen für die Begabtenförderung. „Zehn neue Geberinnen und Geber sind in diesem Jahr dabei“, erklärte Kipp und bedankte sich bei allen für die großartige Unterstützung. Insgesamt fördern die Stifterinnen und Stifter die 52 weiblichen und 52 männlichen Studierenden mit 28.800 Euro. Die Summe wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf 57.600 Euro verdoppelt. „Das ist gut“, waren sich Oberbürgermeister Kämpfer und CAU-Präsident Kipp einig. „Aber da ist noch Luft nach oben.“ Im nächsten Jahr könnten gern noch „ein paar Schippen mehr“ draufgelegt werden. Denn die Zahl der Bewerbungen übersteige mit 460 die Zahl der vergebenen Stipendien (104) um das Vierfache.
 
Zu den treuesten Stifterinnen und Stiftern gehören die Zöllner Holding, die Vater Holding, Citti, Familie Wachholtz, die Investitionsbank Schleswig-Holstein und die Brunswiker Stiftung. Besonders erwähnenswert ist auch die Professor Dr. Werner Petersen-Stiftung, die gleich 20 Stipendien vergab, um damit den Nachwuchs in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Technik und Kultur zu fördern.

 
Vergabe von vier Kiel-Vollstipendien
Doch nicht nur Deutschlandstipendien wurden an diesem Abend vergeben: Bereits seit dem Jahr 1954 ermöglicht die Landeshauptstadt Kiel im Rahmen eines eigenen Stipendienprogramms begabten ausländischen Studierenden aus den Kieler Partnerstädten einen Aufenthalt in der Landeshauptstadt. In diesem Jahr erhalten vier Studierende aus Kaliningrad, Vaasa und Brest ein zehn-, bzw. fünfmonatiges Vollstipendium. Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer überreichte während der Feierstunde Stipendienurkunden an Viktors Bodnars und Pavel Matveev (Kaliningrad/Rechtswissenschaft an der CAU), Julia Sederholm (Vaasa/Grafikdesign an der Muthesius Kunsthochschule) und Catherine Lechien (Brest/Ingenieurswissenschaften an der Fachhochschule Kiel).
 
Über das Deutschlandstipendium
Mit den Deutschlandstipendien würdigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit privaten Förderinnen und Förderern Studierende für herausragende Leistungen in Schule oder Studium sowie besonderes gesellschaftliches Engagement. Stifterinnen und Stifter geben pro Stipendium 1.800 Euro. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt den gleichen Anteil hinzu. Die Stipendiatin oder der Stipendiat erhält daraufhin von Oktober bis September ein Stipendium in Höhe von insgesamt 3.600 Euro, d.h. monatlich 300 Euro.
Zum Deutschlandstipendium an der CAU: www.deutschlandstipendium.uni-kiel.de/de

 

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Fotos rechts: Christina Kloodt / Uni Kiel