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1.5 Grad Ziel: Wie viel Kohlendioxid dürfen wir noch freisetzen?

Internationales Forscherkonsortium veröffentlicht neue Abschätzungen

Die Temperatur auf unserem Planeten steigt durch die Freisetzung zusätzlicher Treibhausgase stetig an. Können wir die Klmaerwärmung noch auf 1.5 Grad begrenzen? Wie viel Treibhausgase dürfen wir dann noch freisetzen?

Ein internationales Forscherkonsortium hat dazu kürzlich in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience eine Studie veröffentlicht, an der auch eine Wissenschaftlerin des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel beteiligt war.

2020 war wieder eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Die Temperatur auf der Erde steigt immer weiter an, verursacht durch die Freisetzungen von Treibhausgasen, allen voran Kohlendioxid. Die Wissenschaft weisst schon seit Jahren darauf hin, dass ein ungebremster Ausstoß von Treibhausgasen, hauptsächlich verursacht durch die Verbrennung fossiler Energieträger, zu dramatischen Folgen führen kann und empfehlen deshalb Maßnahmen zu ergreifen, um die Erwärmung auf zwei, besser noch 1.5 Grad zu begrenzen.

Doch die Zeit dafür wird knapp. Eine internationale Gruppe von Wissenchaftler*innen hat in einer Studie ermittelt, wie groß die Menge an Kohlendioxid ist, die wir noch emittieren dürfen, um dieses Ziel nicht zu verfehlen. Ohne Reduktion der Emissionen bleiben uns danach nur noch etwa 10 Jahre. Dr. Nadine Mengis, Wissenschaftlerin aus der Forschungseinheit Biogeochemische Modellierung am GEOMAR war an der Studie beteiligt. Der Helmholtz Klimainitiative berichtete sie über Details zu der Studie.

Originalarbeit:

Matthews, H.D., Tokarska, K.B., Nicholls, Z.R.J. et al. Opportunities and challenges in using remaining carbon budgets to guide climate policy. Nat. Geosci. 13, 769–779 (2020). https://doi.org/10.1038/s41561-020-00663-3

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske