Meereswissenschaften

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MeereswissenschaftenMarine and Geosciences
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Meereswissenschaften

Kiel ist seit langem eine internationale Spitzenadresse in der Meeres- und Geoforschung. Wissenschaftler*innen aus vielen Ländern der Erde erforschen am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und an der Christian-Albrechts-Universität Kiel die Weltmeere und ihren Veränderungen von der Atmosphäre bis in die Tiefsee, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ozeane sowie die Chancen und Risiken für die Menschen.

Forscher setzt einen ozeanographischen Gleiter ins Meer.
Ozeanographischer Gleiter

Dafür können sie auf leistungsfähige Spitzentechnologie zurückgreifen. Diese reicht von Forschungsschiffen und modernsten meerestechnischen Instrumenten, über geo-, bio-, chemische und medizinische Analytik, bis hin zu Hochleistungscomputern für aufwändigste Modellrechnungen.

Weltweit einzigartig ist die enge Verflechtung der Meeres- und Geowissenschaften in Kiel mit den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, um Erkenntnisse der Meeresforschung auch in diesen Bereichen umsetzen zu können. Dazu zählen zum Beispiel Probleme der Überfischung und im Seerecht.

Kiel Marine Science (KMS) ist das Zentrum für interdisziplinäre Meereswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Als einer von vier wissenschaftlichen Schwerpunkten an der Universität Kiel bildet KMS als organisatorische Einheit die Plattform für natur- und geisteswissenschaftlich arbeitende Forscher*innen, die sich mit den Meeren und seinem Einfluss auf die Menschheit beschäftigen.

Diese sind organisiert in 41 Forschergruppen an sieben Fakultäten und 18 Instituten. Die Expertise der Gruppen kommt beispielsweise aus den Bereichen der Klimaforschung, der Küstenforschung, der Physikalischen Chemie, der Botanik, aus der Mikrobiologie, der Mathematik, der Informatik, der Ökonomie oder aus den Rechts- und Sozialwissenschaften.

Im Aufbau befindet sich außderdem das "Kiel Ocean Assessment and Solution Centre" (KOAS) als fakultätsübergreifende Einrichtung des KMS zur Erforschung der den Ozean betreffenden politischen und sozioökonomischen Entscheidungsfindungsprozesse und -strukturen.

KOAS dient darüber hinaus als Plattform für  Wissenschaftler*innen  sowie  Vertreter*innen  der Anspruchsgruppen,  in  der  Ergebnisse  aus  der  Spitzenforschung  für  praktische  Lösungsansätze  im nachhaltigen  Umgang  mit  den  Ressourcen  der  Meere  und  Küsten bewertet  und  zusammengefasst werden.

Die Christian-Albrechts-Universität und das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel GEOMAR kooperier(t)en in dem Exzellenzcluster 'Ozean der Zukunft' sowie in DFG-Sonderforschungsbereichen zu Klima-Themen. Doktorand*innen sowie junge Forscher*innen  vieler Disziplinen erhalten dadurch ein ideales Umfeld für Arbeiten und Entwicklungen im Bereich der Meeresforschung.

Segelboot in einer Versuchsanlage
Im Windkanal

Meeres- und Offshore-Technik

Auf dem Gebiet der Offshore-Windanlagentechnik und der Optimierung von Segelyachten leistet die Fachhochschule Kiel ihren Beitrag zur Kieler Meeresforschung.

Die Forschergruppe an der Yacht Research Unit Kiel (YRU) nutzt unter anderem einen eigenen Twistflow-Windkanal und das Simulationszentrum. Erkenntnisse für die Offshore-Technik liefert den Wissenschaftlern an der FH eine Forschungsplattform 80 km westlich von Sylt, die FINO 3.

Die Plattform FINO 3 sowie die Labore werden betrieben von der Technologietransfereinrichtung Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH.



Kopfbild: Jürgen Haacks / Uni Kiel
Fotos oben: Mario Müller / GEOMAR Helmholtz-Zemtrum für Ozeanforschung; YRU / Fachhochschule Kiel
Fotos unten (von links):  JAGO-Team / GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel; ROV KIEL 6000 / GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel; Catriona Clemesen / GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel; Maike Nicolai / Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel (GEOMAR)