Aktuelles & Nachrichtenarchiv
10.4.2026
Science & Shopping bringt Wissenschaft in die Holtenauer Einkaufen, staunen und nachfragen
Astronomisch beginnt der Sommer erst am 21. Juni. Wissenschaftlich startet Kiel aber bereits am Sonnabend, 18. April, in die warme Jahreszeit: Zum Auftakt des Science Summer in der Landeshauptstadt sind dann unter dem Motto Science & Shopping rund 20 Wissenschaftler*innen zu Gast in der Holtenauer Straße. Sie bringen ihre ganz unterschiedlichen Forschungsthemen mitten in den Einkaufstrubel.
Zahlreiche Geschäfte der Einkaufsmeile Holtenauer Straße werden an dem Tag zwischen 11 und 14.30 Uhr zur Bühne der Wissenschaft. Mit kurzweiligen und leicht verständlichen Formaten wollen Wissenschaftler*innen aus Kieler Hochschulen und Forschungseinrichtungen aktuellen Themen vorstellen und interessante Einblicke geben.
Die Besucher*innen können sich auf ein abwechslungsreiches Programm zu vielfältigen Themen freuen und erfahren zum Beispiel das Geheimnis um den Bierschaum, was genau Industriedesign ist, welchen Einfluss KI auf Wirtschaft und Politik hat und wie Arzneimittel in die Umwelt gelangen und was man dagegen tun kann. Das gesamte Science & Shopping-Programm steht hier online.
„Der Science Summer ist durch die erneute Förderung Teil der European Researchers’ Night und zugleich Partner des EU Projekts Science Comes to Town, welches wir gemeinsam mit der Landeshauptstadt Kiel umsetzen. Science & Shopping zeigt, was beide Projekte verbindet: Wissenschaft mitten im Alltag erlebbar zu machen und offen für alle zugänglich“, sagt Robert Semkow, Geschäftsführer der KielRegion GmbH.
Science & Shopping unterstützt als Event im Science Summer das Projekt Science Comes to Town, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Vertrauen in die Wissenschaft zu fördern. Weitere Informationen zu Science Comes to Town gibt es unter www.sctt-2026.de.
„Formate wie Science & Shopping zeigen eindrucksvoll, wie bedeutungsvoll Wissenschaft für unseren Alltag ist – aber auch wie lebendig und nah sie den Kieler*innen kommen kann. Forschung wird gezielt in den öffentlichen Raum getragen. So entstehen interessante Begegnungen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Daran arbeiten alle am Wissenschaftsstandort Kiel und ganz besonders in unserem von der EU-geförderten Jahr Science Comes to Town“, freut sich Kiels Bürgermeisterin Renate Treutel.
Organisiert wird die Veranstaltung von den Wissenschaftsreferentinnen im städtischen Referat für Wirtschaft mit Unterstützung der KielRegion GmbH und des Vereins Die Holtenauer e.V.
Kontakt: Kerstin Großmann, kerstin.grossmann@kiel.de
9.3.2026
EU TalentOn 2026: Junge Forschende gestalten die Zukunft in Brest
Die Teilnehmenden treten in Teams an, um innovative Lösungen zu entwickeln, die sich an den fünf EU-Missionen orientieren. Jetzt bis 30. April bewerben!
Vom 7. bis 11. September 2026 wird Brest zum Zentrum der europäischen Wissenschaft, wenn dort die dritte Ausgabe von EU TalentOn stattfindet – ein dynamischer Wettbewerb für junge Forschende im Alter von 21 bis 35 Jahren. Organisiert vom Technopôle Brest-Iroise im Rahmen der EU-geförderten Initiative Science Comes to Town, bringt das fünftägige Event über 100 der vielversprechendsten Nachwuchswissenschaftler*innen Europas zusammen, um an Lösungen für einige der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen zu arbeiten.
Fünf Missionen, ein Ziel: Innovation mit Wirkung
Die Teilnehmenden treten in Teams an, um innovative Lösungen zu entwickeln, die sich an den fünf EU-Missionen orientieren:
- Anpassung an den Klimawandel
- Krebsprävention und -versorgung
- Wiederherstellung unserer Ozeane und Gewässer
- Klimaneutrale und intelligente Städte
- Ein Bodenschutz-Pakt für Europa
Diese Missionen stehen im Zentrum der europäischen Forschungsagenda und spiegeln die dringendsten Prioritäten des Kontinents wider. EU TalentOn 2026 ist dabei mehr als nur ein Wettbewerb – es ist ein Schmelztiegel für Innovation, Zusammenarbeit und konkrete gesellschaftliche Wirkung.
Wer kann sich bewerben?
- Studierende im Master, Master-Absolvent:innen, Promovierende, Postdocs und junge Forschende (21–35 Jahre)
- Alle Fachrichtungen
- Bewerbungen aus ganz Europa möglich
„Innovation entsteht dort, wo unterschiedliche Fähigkeiten und Perspektiven aufeinandertreffen. Wir setzen auf diese Vielfalt, um kreative und praxisnahe Lösungen zu entwickeln“, so das Technopôle Brest-Iroise.
Das Erlebnis: Lernen, zusammenarbeiten, präsentieren
Die ausgewählten Teilnehmenden arbeiten in interdisziplinären Teams und werden von erfahrenen Coaches aus Forschung und Innovation begleitet. Das Programm umfasst Masterclasses, Workshops und Networking-Möglichkeiten und endet mit einer Preisverleihung am 11. September. Reise, Unterkunft und Verpflegung während der Finalwoche werden vollständig übernommen.
Preise im Gesamtwert von 80.000 €
- 8.000 € und 5.000 € für die beiden besten Teams in jeder Missionskategorie
- 12.000 € Hauptpreis der Jury für die beste Gesamtidee
- Weitere Auszeichnungen
Warum Brest?
Brest verfügt über eine lebendige Wissenschaftslandschaft mit Einrichtungen wie Ifremer, dem Universitätsklinikum Brest (CHU Brest) und der Universität der Westbretagne (UBO). Damit bietet die Stadt ideale Bedingungen, um Ideen in die Praxis umzusetzen.
„EU TalentOn bringt die klügsten Köpfe Europas in Brest zusammen, um Kreativität, Zusammenarbeit und wissenschaftliche Exzellenz zu feiern“, sagt François Cuillandre, Bürgermeister von Brest und Präsident von Brest Métropole.
Wichtige Termine
- Bewerbungsstart: 9. März 2026
- Bewerbungsschluss: 30. April 2026
- Finalwoche: 7.–11. September 2026
Über „Science Comes to Town“
EU TalentOn ist Teil der Initiative Science Comes to Town, eines einjährigen Programms in Brest, Kiel und Split, das Wissenschaft für alle zugänglich und erlebbar machen soll. Mit über 1.000 Aktivitäten und mehr als 70 Partnern verbindet die Initiative Forschung, Innovation und Gesellschaft, stärkt das Vertrauen in die Wissenschaft und inspiriert die nächste Generation von Forschenden.
Kontakt EU TalentOn:
contact@eutalentonbrest2026.eu
Technopôle Brest-Iroise: https://www.tech-brest-iroise.fr/
5.3.2026
Kinderuni Roboter und Eis?! Wir schauen nach, was Roboter alles können und warum sie sogar mit Eis herumexperimentieren
Kostenfreie Tickets für die Kinderuni am 18. März ab sofort verfügbar
4.3.2026
Report Forschung und Innovation ins Herz der Gemeinschaft bringen
Science | Business veröffentlicht Report zur Eröffnungsveranstaltung von Science Comes to Town.
Dieser Bericht fasst die wichtigsten Diskussionen, Schlussfolgerungen und Empfehlungen der SCTT-Auftaktveranstaltung zusammen, die am 20. Januar in Split stattfand. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie Gemeinschaften den wissenschaftlichen Fortschritt vorantreiben, wie Wissenschaft das kulturelle Erbe unterstützen kann und welche Bedeutung Vielfalt in der wissenschaftlichen Bildung hat.
Zum Download
3.3.2026
Wettbewerb: Science Comes to Town startet internationalen Science Battle
Teams können sich noch bis zum 20. März bewerben
Science Comes to Town ruft Bürger*innen in Kiel und der KielRegion auf, sich am internationalen Science Battle gegen Teams aus den Projektpartnerregionen Brest und Split zu beteiligen.
Der Science Battle ist ein mehrstufiger Wissenschaftswettbewerb, bei dem Teams aus jeweils fünf Personen in mehreren Runden Antworten entwickeln – zum Beispiel auf Fragen zum Meeresschutz, zur Gesundheit, aber auch zu Technik oder Zusammenleben. Ziel ist es, wissenschaftliche Kompetenz zu stärken und gemeinsam Neugier und Freude am Tüfteln weiterzuentwickeln.
Der Wettbewerb findet parallel in Kiel, Brest und Split statt. In jeder Region starten zwölf Teams, die sich aus Schüler*innen ab 14 Jahren, Berufstätigen, Familien, Freundeskreisen, Kollegien oder Vereinsgruppen zusammensetzen können. Gemischte Teams mit vielfältigen Hintergründen und ausgewogenem Geschlechterverhältnis sind ausdrücklich erwünscht.
Ablauf, Termine und Orte
Der Science Battle gliedert sich in mehrere Runden. Je ein Siegerteam aus Kiel, Brest und Split wird schließlich im internationalen Finale antreten. In allen drei Regionen werden drei Vorrunden durchgeführt. Das große Finale findet in Kiel statt.
Für die Kieler Region stehen die öffentlichen Termine bereits fest: Die erste und zweite Runde findet am 25. April in der Lille Brauerei in Kiel statt. Die dritte Runde startet am 16. Mai im Savoy-Kino in Bordesholm und das internationale Finale steigt am 27. Juni im Rahmen der Kieler Woche auf dem Rathausplatz.
Im Finale treffen die Siegerteams aus Kiel, Brest und Split im Science Triathlon aufeinander und stellen sich live den Fragen und Aufgaben – vor Publikum vor Ort und digital.
Wie werden die Gewinner*innen ermittelt?
In den einzelnen Runden werden verschiedene Formate kombiniert. Es wird klassische Fragerunden geben, aber auch Escape-Spiele, bei denen die Teilnehmenden gemeinsam Lösungen finden müssen. Zudem sind Konstruktionsrunden, Präsentationen und Debatten geplant.
Im internationalen Finale winken attraktive Preisgelder von bis zu 2.500 Euro. Daneben gewinnen die Teams vor allem Sichtbarkeit, beeindruckende Erfahrungen im Umgang mit wissenschaftlichen Fragestellungen und die Möglichkeit, als Botschafter*innen ihrer Region aufzutreten.
Wer kann mitmachen?
Mitmachen können Bürger*innen ab 14 Jahren. Teams bestehen aus fünf Personen. Mindestens ein Teammitglied sollte über gute Englischkenntnisse verfügen. Es werden keine wissenschaftlichen Vorkenntnisse benötigt – entscheidend sind Neugier und Spaß am gemeinsamen Denken.
Die Bewerbungsfrist für Teams endet am 20. März. Weitere Infos und das Bewerbungsformular sind auf der Projektwebseite www.sctt-2026.de zu finden.
Kontakt Projektleitung/Kommunikation::
Landeshauptstadt Kiel
Referat für Wirtschaft
Janin Thies (Kommunikationsreferentin Science Comes to Town)
E-Mail janin.thies@kiel.de
Telefon +49 431 901 1535
Handy +49 151 51894306
16.02.2026
Wenn der Alltag zur Forschungsfrage wird
Science Comes to Town zeichnet Projekte aus und startet neue Wettbewerbsrunde
Große gesellschaftliche Fragen beginnen oft im Kleinen: an der Straßenecke, in der Schule, bei der persönlichen Berufswahl. Genau dort setzen die nun ausgezeichneten Co-Creation-Projekte von Science Comes to Town 2026 an und machen ihren Alltag zum Forschungsraum – gemeinsam mit Wissenschaftler*innen, neugierigen Stadtbewohner*innen und viel Lust, das eigene Umfeld zu gestalten. Noch bis zum 15. April läuft jetzt die zweite Wettbewerbsrunde für weitere Forschungsideen aus dem Alltag.
Diese Projekte wurden in der ersten Runde ausgewählt:
Die 12. Klasse aus dem Geschichtsprofil der Hebbelschule hat sich gefragt, wie Kriege, politische Umbrüche, Bildungsreformen oder aktuelle Bewegungen wie Fridays for Future den Schulalltag prägen. Das Projekt betrachtet eine Schule als gesellschaftlichen Mikrokosmos. Mit Interviews ehemaliger Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern, Archivmaterialien, historischen Fotografien und Vergleichen von Schulregeln und Stundenplänen wird Geschichte vor Ort lebendig.
„Dass unser Projekt ausgewählt wurde, stärkt nicht nur unsere Überzeugung, sondern auch die Möglichkeit, unseren Themen mehr Öffentlichkeit zu geben“, sagt Lehrkraft Ann-Christin Schwarz. „Die Entscheidung zeigt, dass scheinbar kleine Strukturen eine gesellschaftlich relevante Bedeutung haben. Nur gemeinsam lassen sich die Probleme unserer Zeit lösen.“ Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt mit Prof. Birgit Brouër, Abteilung Empirische Bildungsforschung und Direktorin des Zentrums für Lehrerbildung an der CAU.
Noch kleineren Strukturen widmet sich ein Projekt verbunden mit dem öffentlichen Raum als Kommunikationsfläche. Sticker an Ampeln, Laternenpfählen oder Straßenschildern sind mehr als Dekoration. Sie erzählen von politischen Haltungen, Humor, Protest und Zugehörigkeit. Nun sollen Motive und Orte kartiert und dokumentiert werden – inklusive Überklebungen, Kommentaren und räumlichen Mustern.
Charlie Brodersen und Paul Rasmus Lindhorst haben die Idee beim Wettbewerb eingereicht: „Wie aufregend! Wir freuen uns sehr darauf, die Kieler Stickerlandschaft bald genauer unter die Lupe zu nehmen“, sagt das Projektteam. „Wir sind gespannt auf den Forschungsprozess und darauf, was dabei herauskommt.“ Unterstützt werden sie von Prof. Ulrich Müller vom Institut für Ur- und Frühgeschichte an der CAU.
Brillante, oft übersehene Naturwissenschaftlerinnen stehen im Mittelpunkt des dritten, von der Jury ausgewählten Projektes. Ihre persönlichen Biografien und bahnbrechenden Erkenntnisse werden erlebnisorientiert erschlossen und kreativ weitererzählt – als Podcast, Trickfilm, Hörspiel oder Bühnenstück. „Wir möchten Wissenschaft niedrigschwellig erfahrbar machen und neue Perspektiven auf Vorbilder und beruflichen Erfolg im MINT-Bereich eröffnen“, berichtet Dr. Madeleine Freund vom Netzwerks NaturSpielpädagogik Begleitet wird das Projekt von Dr. Anneke Steegh vom IPN.
Zweite Runde des Co-Creation-Wettbewerbs 2026 gestartet
Nach dem erfolgreichen ersten Aufruf startet Science Comes to Town 2026 nun die zweite Wettbewerbsrunde. Eingeladen sind Bürger*innen, Schüler*innen, Initiativen und Vereine, die Fragen aus ihrem Alltag gemeinsam mit Wissenschaftler*innen untersuchen möchten und damit Impulse für das Leben in unserer Region setzten möchten. Ausdrücklich sind auch Initiativen aus den Landkreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde eingeladen, sich zu bewerben.
Bewerbungsschluss ist der 15. April. Im Mai werden die ausgewählten Projekte bekannt gegeben. Die Umsetzung erfolgt zwischen Juni und November.
Die von einer unabhängigen Jury ausgewählten Teams erhalten bis zu 1.000 Euro Preisgeld, fachliche Begleitung durch Wissenschaftler*innen und die Möglichkeit, ihre Ergebnisse öffentlich zu präsentieren. Außerdem sind alle Gewinner*innen zur Abschlusszeremonie des internationalen Projekts Science Comes to Town eingeladen.
Alle Infos zur Bewerbung sowie Sprechstundentermine für weitere Fragen stehen unter www.sctt-2026.de.
Ansprechpartnerinnen:
Kerstin Großmann, (0431) 901-1539, kerstin.grossmann@kiel.de
Sophia Beukenhorst, (0431) 55600150, s.beukenhorst@kielregion.de
Aktuelle Termine von Science Comes to Town (Auswahl)
Alle Infos und Anmeldung: www.sctt-2026.de.
Willkommen im Open Science Land startet am 16. Februar
Ausstellung in der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Drei Etagen, mehrere Stationen, ein Reiseführer durch offene Forschung: Die Ausstellung „Expedition Open-Science-Land“ lädt dazu ein, Open-Science-Praktiken in der Wirtschaftsforschung entlang einer klaren Route kennenzulernen. Wer unterwegs ist, trifft unter anderem auf das „Grand Hotel Registrarium“, den „Marktplatz der Forschungsschätze“, die Open-Access-Bibliothek oder die „Brücke des offenen Dialogs“ zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Am Ende der Strecke lädt eine Reflexions-Oase dazu ein, Potenziale und Hürden von Open Science in der eigenen Praxis einzuordnen.
Weitere Informationen: www.expedition-open-science.org. Die Ausstellung ist täglich geöffnet.
ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Düsternbrooker Weg 120
Mitmachen beim Science Battle!
Wer neugierig und experimentierfreudig ist und gern im Team arbeitet, kann sich jetzt für den Science Battle anmelden. In Brest, Kiel und Split treten Teams ab April in spannenden Challenges an – von Quiz und Experimenten bis zu kreativen Bauaufgaben. Auf die Siegerteams wartet das große Finale während der Kieler Woche. Mitmachen können alle ab 14 Jahren. Bewerbungsschluss ist der 20. März.
Kinder-Uni am 18. Februar und 18. März:
Pflaster oder Rettungswagen? Wann und wieso kribbelt ein kleiner Stromschlag? Und warum kann ein großer Stromschlag gefährlich sein?", mit Professor Kay Schmidt-Rethmeier. Roboter und Eis?! Klingt verrückt – ist aber echt cool. Gemeinsam wird neugierig nachgeschaut, was Roboter alles können und warum sie sogar mit Eis herumexperimentieren, mit Professor Bernd Finkemeyer – für Kinder ab acht Jahren.
Mittwoch, 18. Februar und 18. März, 14.30 bis 15.30 Uhr
HAW Kiel, Hörsaal 6, Sokratesplatz 6
Jetzt wird’s episch! Die Odyssee
Offener Lesekreis im Rahmen von „Science Comes to Town“
Dienstag, 3. März, 17 Uhr, und weitere
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Olshausenstraße 80a
Voraussichtlich im Juni kommt der neue Film von Star-Regisseur Christopher Nolan in die deutschen Kinos: Die Odyssee. 24 Wochen lang bietet ein offener, wissenschaftlich begleiteter Lesekreis die Möglichkeit, die antike Vorlage näher kennen zu lernen. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich bisher noch nicht mit der Odyssee beschäftigt haben und sich durch den Lesekreis mit dem Thema und der deutschen Übersetzung der Odyssee vertraut machen möchten – oder sich einfach für antike Literatur und die Arbeitsweise der Klassischen Philologie interessieren. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Ein Einstieg in den Lesekreis ist jederzeit möglich.
Women Science Show feiert den Internationalen Frauentag mit Kurzvorträgen von jungen Wissenschaftlerinnen
Donnerstag, 5. März, 19.00 Uhr
Studio Filmtheater, Wilhelminenstraße 10, 24103 Kiel
Fokus auf Forscherinnen: In der Women Science Show zeigen Wissenschaftlerinnen in kurzen Vorträgen, was sie tun, wie sie es tun und warum: Warum brennen sie für ihre Forschung – und warum sollte die Welt diese Begeisterung teilen? Wer sind die Frauen hinter der Forschung? Die Women Science Show lädt alle Wissensdurstigen ein, sich von der Leidenschaft anstecken zu lassen. Die Science Show möchte zeigen, wie Forscherinnen in Kiel die Welt von morgen mitgestalten.
Gesteinssprechstunde
Kinder bringen ihre Funde ins Museum und die Expert*innen versuchen herauszufinden, um welches Gestein, Mineral oder Fossil es sich handelt.
Für Kinder (jedes Alter)
Sonnabend, 14. März, 14 Uhr
Geologisches und Mineralogisches Museum, Ludewig-Meyn-Straße 12
DLR_Raumfahrt_Show
Öffentliche Show für Familien, mit Anmeldung
Mittwoch, 18. März, 16.30 Uhr
Konzerthaus am Schloss, Schlossplatz 2
Das interaktive Bühnenprogramm des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) richtet sich an Schüler*innen der Jahrgangsstufen 4 bis 6. Auf lehrreiche und unterhaltsame Weise stellt die Show aktuelle Forschung und Zukunftsvisionen aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr vor.
12.01.2026
Start der Ticketvergabe für die DLR_Raumfahrt_Show
Interaktive Wissenschaftsshow lädt 5.000 Kinder im Rahmen von „Science Comes to Town“ in das neue Konzerthaus ein
Aktuelle Information
Am Mittwoch, 18. März, wird eine Zusatzshow für Familien angeboten.
Vertreter*innen der Landeshauptstadt Kiel, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Konzerthauses Kieler Schloss gaben am Montag, 12. Januar, den Startschuss für die Ticketvergabe zur DLR_Raumfahrt_Show. Die mitreißende Wissenschaftsshow für Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren gastiert erstmals in Kiel und lädt im Programm der Initiative „Science Comes to Town“ am 19. und 20. März unter dem Motto „Eine Zeitreise in die Zukunft“ zu spannenden 90 Minuten ein. Der Eintritt ist kostenfrei. Es wird vier Veranstaltungen für Schulklassen und eine öffentliche Nachmittagsveranstaltung für Familien geben. Die Online-Ticketvergabe ist gestartet. Alle Infos zur Show unter www.sctt-2026.de im Bereich Veranstaltungen.
Bildung, Kultur und Wissenschaft im Dialog
„Als Bildungs- und Kulturdezernentin sowie als ehemalige Wissenschaftsdezernentin bin ich begeistert, dass im neu eröffneten Konzerthaus am Kieler Schloss Bildung, Kultur und Wissenschaft zusammenkommen“, sagte Bürgermeisterin Renate Treutel bei der Auftaktveranstaltung. „So locken wir Kinder und Jugendliche mit einem faszinierenden Blick auf Alltagshemen an diesen tollen Ort: Neugierig sein, staunen, Zusammenhänge verstehen, Perspektiven verändern – also Lernen auf sehr ansprechende Weise, das will diese Synergie von Bildung, Kultur und Wissenschaft erreichen.“
Das Konzerthaus am Kieler Schloss öffnet mit der DLR_Raumfahrt_Show erstmals seine Türen für ein junges wissenschaftsinteressiertes Publikum. Konzerthausdirektor Tobias Scharfenberger betonte: „Mit Projekten wie ‚Science Comes to Town‘ wird deutlich, dass Kulturorte auch lebendige Lern- und Dialogorte der Stadtgesellschaft sind.“
MINT-Förderung mit Tradition und Zukunft
Kiel setzt seit Jahren auf die Förderung von Bildung in den sogenannten MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Bereits seit 2013 arbeitet die Landeshauptstadt mit Partnern wie der IHK Kiel, der Stiftung Kinder forschen sowie den Hochschulen daran, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Wissenschaft und Technik zu erleichtern.
„Kinder bringen eine natürliche Neugier, Begeisterung und den Wunsch mit, die Welt zu verstehen. Diese Begeisterung wollen wir neu erwecken, wachhalten und gezielt fördern“, so Treutel. „Unsere Ausrichtung ‚Bildung und Kultur für alle‘ bedeutet auch, manche Schulen mehr zu unterstützen als andere. Deshalb freuen wir uns sehr, dass für interessierte Startchancen-Schulen in Kiel und im Umland die Anfahrtskosten übernommen werden.“
Wissenschaft vor Ort – das DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme
Das in Kiel und Geesthacht ansässige DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme forscht unter anderem an sicheren, resilienten und vernetzten Schiffssystemen, an neuen Antriebstechnologien, an der Integration alternativer Energieträger sowie an digitalen Plattformen für den Betrieb maritimer Infrastrukturen – kurz: an sicheren und effizienten Technologien für den maritimen Wandel.
„Mit unseren maritimen Forschungsthemen treffen wir auf großes Interesse, denn viele Kielerinnen und Kieler haben eine enge Verbindung zum Meer und wissen um die Bedeutung und Herausforderungen des maritimen Wandels. Durch den Aufbau von Laboren und den Einsatz unseres in Kiel stationierten Schiffs wird künftig auch die konkrete Forschung im Transportsektor erfahrbar. Für die Akzeptanz notwendiger Veränderungen ist es entscheidend, diese Themen für die Bevölkerung zu öffnen. „Science Comes To Town” bietet dafür in diesem Jahr einen idealen Ort für Begegnungen und Diskussionen“, so Lukas Roß, Geschäftsfeldentwickler des Instituts.
Die erprobten Technologien unterstützen die maritime Wirtschaft auf dem Weg zu einem sauberen, zukunftsfähigen Transportwesen und schlagen die Brücke zwischen MINT-Forschung und nachhaltiger Entwicklung.
„Die DLR_Raumfahrt_Show zeigt, wie technische Innovation und Umweltbewusstsein gemeinsam Zukunft gestalten“, erklärte Tobias Bohnhardt, Leiter des DLR_School_Lab Berlin, der die Show in Kiel moderieren wird. „Unser Ziel ist es, Kinder für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern – durch Staunen, Mitmachen und die Freude am Entdecken.“
Stimmen aus Kieler Schulen:
Erste Rückmeldungen aus Kieler Schulen zeigen die Vorfreude auf den März: Die Kinder der vierten Klassen der Grundschule Wellsee haben ihre ganz eigenen Vorstellungen und Fragen. So wollten sie wissen, ob sie im Rahmen der Show echte Astronaut*innen treffen, ob vielleicht sogar etwas explodiert und ob es eine Zeitmaschine gibt.
Weitere Zitate aus Wellsee: „Ich hoffe, wir werden in den Weltraum geschossen!“ (Emil 4c) / „Das klingt wie ‚Zurück in die Zukunft‘“ (Miran 4c) / „Cool, ich kenne bisher nur den Astronauten, der auch bei der ‚Sendung mit der Maus‘ war! Der hat sich im Weltraum ganz witzig bewegt!“ / „Als ich von der Raumfahrt-Show erfuhr, fand ich das supercool! Ich interessiere mich total für Raketen und Planeten und jetzt darf ich das alles in einer Show erleben und sogar mitmachen – das ist so richtig toll!“
Auch die Lehrkräfte zeigen sich begeistert: Oliver Schulz, Klasse 4c: „Ich habe mit den Experimenten des DLR in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Ich bin gespannt, was uns jetzt live begegnet!“
Jelena Stelzer, Klasse 4a: „Ich merke schon jetzt, wie motiviert und neugierig die Kinder sind! Es ist schön zu sehen, wie viel Vorfreude dieser Ausflug zum Thema Raumfahrt bei allen auslöst.“
Ulrike Berndt, Klasse 4b: „Die Einladung in die Raumfahrt-Show ist für meine Kinder etwas Besonderes. Die Kinder waren total begeistert. Gerade in diesem Alter sind Begegnungen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besonders wertvoll, da die Kinder eine große, natürliche Neugier und Begeisterung mitbringen. Sie erleben die Forschenden persönlich und das Thema Weltraum wird somit greifbar, nah und verständlich. Diese Begegnungen können Begeisterung wecken und den Kindern zeigen, dass Wissen und Forschung etwas Erreichbares sind. Wer weiß, vielleicht wird eine oder einer meiner 23 Schülerinnen und Schüler tatsächlich mal eine Astronautin oder ein Astronaut?“
Schulleiterin Birgit von Glahn unterstreicht: „Welch großartige Möglichkeit für unsere Kinder, um zu erfahren, dass Physik auch Spaß machen kann! Die Mischung aus Unterhaltung, Action und fundierter Wissensvermittlung macht unsere Kinder hoffentlich zu den Forschenden der Zukunft.“
Die Grundschule am Göteborgring ist mit ihrer Jahrgangsstufe 4 im März ebenfalls dabei. Dazu Elenor Dürhagen (4d): „Ich finde es toll, dass wir da hinfahren, weil wir da neue Sachen kennen lernen können.“ Elenors Mutter ergänzt: „Toll, dass die Kinder beim DLR spannende Einblicke sammeln können – Staunen ist garantiert! Ich würde selbst mitkommen."
Jördis Logan ist Lehrkraft an der Schule: „Ich freue mich, dass die Schüler*innen Wissenschaft und Forschung hautnah und mit Spaß erleben können. Ich bin gespannt, wie sie nach der Show über ihre Ideen und Wünsche für die Zukunft denken und ob oder was genau sich durch die ‚Zeitreise in die Zukunft‘ bei ihnen verändert hat.“
Kiel im europäischen Wissenschaftslicht
Die Aufführung der DLR_Raumfahrt_Show in Kiel ist Teil des europäischen Projekts Science Comes to Town, mit dem Kiel gemeinsam mit Brest (Frankreich) und Split (Kroatien) im Jahr 2026 Wissenschaft mitten in die Stadtgesellschaft bringt. Neben der DLR-Show werden auch die Kinderuni, ein europäischer Jugend-forscht-Wettbewerb (EUCYS) und viele weitere Veranstaltungen stattfinden.
„Die DLR-Show fällt genau in unser ‚Science-Comes-to-Town‘-Jahr – das ist perfektes Timing“, hob Renate Treutel hervor. „Kiel wird leuchten als Stadt, die Talente fördert, Wissen ansprechend präsentiert und Wissenschaft reizvoll macht.“
Kontakt Projektleitung/Kommunikation:
Landeshauptstadt Kiel
Referat für Wirtschaft
Janin Thies (Kommunikationsreferentin Science Comes to Town)
E-Mail janin.thies@kiel.de
Telefon +49 431 901 1535
Handy +49 151 51894306
9.2.2026 | Reihe: Botschafter*innen für Science Comes to Town
Wissenschaft sichtbarer machen
Wie ein kroatischer Forscher das Verständnis für Meeresschutz fördert.
Autor: Timothy Spence (aus dem englischen übersetzt)
Beim Betreten eines Labors mit Salzwasserbecken voller Fische erklärt Luka Žuvić, wie sich der Klimawandel auf die Ernährungsökologie und Fortpflanzungsbiologie des Atlantischen Blauflossenthuns auswirkt – und wie sich die Art anpasst.
Ein Thema, das vielen zunächst fern erscheinen mag. Doch in einem Land, in dem Fischerei und Aquakultur eine wichtige Rolle für Wirtschaft und nationale Identität spielen, bewegt sich Žuvićs Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. „In Kroatien sind Meeres- und Umweltwissenschaften eng mit dem Leben der Menschen verbunden, weil Fischerei, Aquakultur, Tourismus und Küstenentwicklung ein großer Teil unseres Alltags sind“, sagt Žuvić, Doktorand am Kroatischen Institut für Ozeanografie und Fischerei in der Adriastadt Split.
Zugleich ist er einer der kroatischen Botschafter für Science Comes to Town (SCTT), ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt, das wissenschaftliche Forschung zugänglicher machen und junge Menschen für Naturwissenschaften begeistern will. Das Projekt startete am 20. Januar in Split mit einer Konferenz, an der Partnerinstitutionen, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, politische Entscheidungsträger und Forschende teilnahmen. Neben Split richten auch Brest (Frankreich) und Kiel (Deutschland) ein Jahr lang Veranstaltungen aus, die Wissenschaft und Öffentlichkeit zusammenbringen.
Der 31-Jährige ist Teil des Young Researchers’ Career Development Project, eines von der Kroatischen Wissenschaftsstiftung finanzierten Promotionsprogramms. Seine Forschung zum Atlantischen Blauflossenthun baut auf einem Stiftungsprojekt zur Reproduktionsfähigkeit von Zuchtthunfischen auf, insbesondere zu deren Geschlechtsreife und spontaner Fortpflanzung in Gefangenschaft – mit Bedeutung für die Wiederherstellung der natürlichen Bestände in der Adria. Zudem untersucht er die Ernährungsökologie der Tiere durch Mageninhaltsanalysen mittels DNA-Metabarcoding und morphologischer Verfahren. Mit geometrischer Morphometrie verbessert er darüber hinaus die Identifizierung junger Thunfische und verwandter Arten. Ziel ist es, das Verständnis der ökologischen Zusammenhänge in der Thunfischzucht zu vertiefen, das Management von Fischfarmen zu optimieren und nachhaltige Aquakultur sowie Fischereiforschung zu fördern.
Im Austausch mit der Küstengemeinschaft
Der Kontakt zur lokalen Bevölkerung ist für Žuvićs Arbeit entscheidend. Gespräche mit Fischern helfen ihm, die Lebensgewohnheiten des Blauflossenthuns besser zu verstehen und die Auswirkungen von Meeresverschmutzung einzuordnen. „Sie sind auch neugierig auf die Biologie und Ökologie des Blauflossenthuns“, sagt er über die Fischer und betont, dass der Austausch von Forschungsergebnissen mit Nicht-Wissenschaftlern allen zugutekommt. „Manchmal bleibt wissenschaftliche Forschung unsichtbar“, erklärt er. „Deshalb müssen wir als Forschende aus unseren Institutionen und Laboren herausgehen und auf die Öffentlichkeit zugehen, um zu zeigen, woran wir arbeiten. Das schafft Vertrauen in Wissenschaft und Forschung.“
Öffentlichkeitsarbeit schärft zugleich das Bewusstsein für menschengemachte Veränderungen der Meeresumwelt durch Verschmutzung und andere Eingriffe. Žuvić beteiligt sich an Aktionen zur Entfernung von Plastik und anderem Müll aus der Adria, der Meeresarten direkt bedroht. Räuber wie der Blauflossenthun sind besonders gefährdet, Abfälle aufzunehmen, die durch Fischtrawler aufgewirbelt werden. „Sie sind sehr opportunistische Fische, die Trawlern folgen und alles fressen“, sagt er. Um die Folgen zu veranschaulichen, zeigt er Studierenden mitunter den Mageninhalt von Thunfischen. „Wenn man einen Plastikflaschendeckel im Magen eines Blauflossenthuns findet, ist das besorgniserregend“, so Žuvić. „Wissenschaft kann ein wirkungsvolles Mittel sein, Neugier in praktische Lösungen zu verwandeln.“ Die Weitergabe von Forschungsergebnissen trage dazu bei, das öffentliche Bewusstsein zu stärken und das Verständnis für menschliche Einflüsse auf die Meeresumwelt zu vertiefen.
Die Forschung hat auch wirtschaftliche Bedeutung für Kroatien. Das aromatische Fleisch des Atlantischen Blauflossenthuns ist für Sushi und andere Rohfischgerichte sehr begehrt. Überfischung brachte die Bestände Anfang der 2000er-Jahre jedoch beinahe zum Kollaps. Obwohl sich die Populationen im Atlantik und im Mittelmeer erholt haben, werden die Fangmengen weiterhin durch Vereinbarungen der Internationalen Kommission zur Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik reguliert. Kroatien war Vorreiter bei der Entwicklung kommerzieller Aquakultur als Alternative zum Hochseefang und stellt rund zehn Prozent der EU-Produktion von gezüchtetem Blauflossenthun – Japan ist ein wichtiger Exportmarkt.
Europäische Zusammenarbeit mit Tradition
Kroatien beteiligt sich seit 2007 – und damit sechs Jahre vor dem EU-Beitritt – an den europäischen Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation. Für Žuvić sind EU-Fördermittel und die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern entscheidend für die kroatische Wissenschaft. Im Rahmen der SCTT-Auftaktkonferenz präsentierten das Institut für Ozeanografie und Fischerei, die Universität Split und weitere lokale Einrichtungen ihre Projekte auf einer Wissenschaftsmesse, unter anderem zu Robotik und einem EU-LIFE-Projekt zum Schutz von Haien und Rochen im Mittelmeer.
„Ich hoffe, dass Science Comes to Town die wissenschaftliche Bildung und Neugier der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere der Studierenden, stärkt und zeigt, dass Wissenschaft nichts Fernes oder Abstraktes ist, sondern unseren Alltag unmittelbar betrifft“, sagt Žuvić abschließend. „Letztlich hoffe ich, dass solche Projekte zu einer Gesellschaft beitragen, die Wissen und kritisches Denken schätzt – und dass wir mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse langfristig nachhaltig handeln.“
Der Beitrag entstand im Auftrag von Science|Business. Die Organisation vernetzt politische Entscheidungsträger, Wissenschaft und Industrie durch Berichterstattung, Analysen und Veranstaltungen und ist Partner von SCTT.
07.01.2026
Kiel startet in europäisches Pionierprojekt
Wissenschaftsjahr beginnt mit Raumfahrtshow, Kinderuni und EU-Auftakt
Mit einer spektakulären Raumfahrtshow, einer europaweiten Kinder-Universität, der Teilnahme am internationalen Auftakt in Kroatien und einem gut gefüllten Veranstaltungskalender starten Kiel und die Region in das neue EU-Projekt „Science Comes to Town“. Gemeinsam mit den Partnern Brest (Frankreich) und Split (Kroatien) gehört Kiel zu den drei ersten europäischen Städten und Regionen, die diese neue Initiative 2026 umsetzen – und bringt damit Forschung direkt in das Herz des öffentlichen Lebens.
Mehr als 70 internationale Einrichtungen und die Europäische Universität der Meere (SEA EU) gestalten über 1.000 Veranstaltungen und Formate – von Wettbewerben und Citizen Science Projekten bis zu Live Shows. Schon im Januar ist der Terminkalender gut gefüllt mit Vorträgen, Ausstellungen und Konferenzen, einsehbar auf der internationalen Projektseite www.sctt-2026.eu und ihrem regionalen Pendant www.sctt-2026.de.
„Science Comes to Town“ steht für ein Jahr, in dem Wissenschaft und Alltag zusammenfinden und zentrale Themen wie Meeresschutz, kulturelles Erbe, die Förderung junger Talente sowie Gesundheit und Wohlbefinden im Mittelpunkt stehen.
Schleswig-Holstein als Teil eines europäischen Aufbruchs
In Deutschland wird das Projekt von der Stadt Kiel und der KielRegion GmbH koordiniert. Beide setzen auf bewährte Erfahrung: Als einzige deutsche Region zählt die regelmäßige Teilnahme an der European Researchers’ Night hier seit Jahren zur Tradition in der Wissenschaftskommunikation.
„Dass Kiel die deutsche Stimme in dieser europäischen Premiere ist, macht uns stolz“, sagt Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel. „Wissenschaft ist mehr als Wissen – sie ist eine wichtige Grundlage für Vertrauen und Zusammenhalt in Europa. Mit Science Comes to Town bringen wir Forschung dahin, wo Menschen Fragen stellen, diskutieren und Vertrauen in gemeinsame Lösungen entwickeln. Das ist gelebte Demokratie.“
Ministerpräsident Daniel Günther, Schirmherr des Projekts, betont: „Kiel und die KielRegion stehen stellvertretend für unser modernes, forschungsstarkes Land zwischen den Meeren. Science Comes to Town zeigt, wie Europa durch Wissen zusammenwächst und wie Regionen voneinander lernen können. Wenn Wissenschaft greifbar wird, stärkt das nicht nur die Innovationskraft, sondern auch das Miteinander über Grenzen hinweg.“
„Unsere Stärke liegt darin, die gesamte KielRegion zu vernetzen und die Menschen einzubeziehen", sagt Ulrike Wielatt, Geschäftsführerin der KielRegion. „Wissenschaft bildet die Basis für wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen und ist eine zentrale Stärke unserer Region. Wir wollen mit Science Comes to Town die Wissenschaft zu den Menschen in unserer Region bringen und auch junge Menschen ermutigen, Fragen zu stellen, sich einzubringen und sich als Teil dieses europäischen Ideenraums zu verstehen."
Science Comes to Town“ wird von der EU mit sechs Millionen Euro gefördert und gilt als neues europäisches Flaggschiff für Wissenschaftskommunikation im öffentlichen Raum. Nach Kiel, Brest und Split werden 2027 weitere Städte die Initiative übernehmen – als fortlaufendes Netzwerk, das Europas Wissenschaftslandschaft enger verknüpft.
Pressetermine im Januar im Überblick:
Montag, 12. Januar, 10 bis 11 Uhr, im Konzerthaus am Schloss, Eingang am Wall 74: Pressetermin DLR_Raumfahrt_Show „Eine Zeitreise in die Zukunft“ (am 19. und 20. März im Konzerthaus am Kieler Schloss / offizieller Start der Ticketvergabe); mit:
- Bürgermeisterin Renate Treutel – Landeshauptstadt Kiel
- Tobias Scharfenberger – Konzerthaus am Schloss
- Lukas Roß, Geschäftsfeldentwickler – DLR Institut f. Maritime Energiesysteme Kiel<
- Tobias Bohnhardt – Leiter des DLR School Lab Berlin und Moderation DLR Show Kiel (online dazu geschaltet).<
Eine interaktive Bühnenshow des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt richtet sich an Schüler*innen der Jahrgangsstufen 4 bis 6. Rund 5.000 Kinder können die Show kostenlos besuchen. Für Startchancen Schulen in Kiel und dem Kieler Umland werden kostenlose Shuttlebusse bereitgestellt. Auf lehrreiche und unterhaltsame Weise stellt die Show aktuelle Forschung und Zukunftsvisionen aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr vor. Die Ticketvergabe startet nach dem Pressetermin. Pressevertreter*innen sind eingeladen, sich im Rahmen dieses Termins über das bevorstehende Event und die Verbindung zwischen Wissenschaft, Stadt, Bildung und Kultur im Sinne von Science Comes to Town zu informieren.
Dienstag, 20. Januar, ab 9 Uhr – Offizielle Eröffnung in Split: Zum feierlichen Auftakt öffnet der Hrvatski Dom in Split seine Türen für die offizielle Auftaktveranstaltung mit Vertreter*innen der Europäischen Kommission, der Städte und Regionen Kiel, Brest und Split, Projektpartner*innen, Wissenschaft und Medien. Auf dem Programm stehen neben Grußworten eine Projekteinführung, eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion sowie zwei parallele Panels. Zudem steht eine Ausstellung in den Diokletian-Kellern (UNESCO-Weltkulturerbe) und die Bekanntgabe der Gewinner*innen des internationalen Co Creation Wettbewerbs auf dem Programm.
Das Ereignis wird live auf der Website übertragen. Medienvertreter*innen, die nicht vor Ort sein können, werden gern mit einem Reporting, Fotos, Ansprechpersonen und O-Tönen versorgt.
Mittwoch, 28. Januar, um 14 Uhr, Großes Hörsaalgebäude HAW Kiel - Hörsaal 6, Sokratesplatz 6, Kiel-Dietrichsdorf – Gemeinsamer Start der Kinderunis in Kiel, Brest und Split.
Europaweit beginnen neue, kostenlose Vorlesungsreihen für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren, die neugierig machen auf Forschung und Entdecken. In Kiel wird das beliebte Format wieder aufgenommen. In Brest und Split feiert es Premiere. In Kiel sind Pressevertreter*innen herzlich eingeladen, die erste Vorlesung an der HAW Kiel zu verfolgen. Thema: Wie Kühe „ticken“ von Prof. Dr. Katrin Mahlkow-Nerge, Fachbereich Agrarwirtschaft. Einleitende Worte sprechen Bildungs- und Wissenschaftsministerin Dorit Stenke und HAW-Präsident Björn Christensen.
Kontakt Projektleitung/Kommunikation:
Landeshauptstadt Kiel
Referat für Wirtschaft
Janin Thies (Kommunikationsreferentin Science Comes to Town)
E-Mail janin.thies@kiel.de
Telefon +49 431 901 1535
Handy +49 151 51894306
15.12.2025
Kinderuni back in town HAW Kiel, IPN Kiel und CAU lassen beliebtes Format wieder aufleben
Kostenfreie Tickets ab sofort verfügbar
2026 ist es wieder so weit: Im Rahmen des von der Europäischen Union finanzierten Projekts „Science Comes to Town 2026“ (SCTT) können junge Entdecker*innen in die spannende Welt der Wissenschaft eintauchen.
Das Projekt Science Comes to Town (SCTT) bringt die Kinderuni zurück nach Kiel. Professor*innen der HAW Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) erklären kindgerecht und interaktiv Zusammenhänge aus ihren jeweiligen Fachgebieten. Insgesamt wird es sechs Vorlesungen für Kinder von 8 bis 14 Jahren geben.
Den Anfang macht Prof. Katrin Mahlkow-Nerge vom Fachbereich Agrarwirtschaft der HAW Kiel am 28. Januar 2026. In ihrer Vorlesung „Das Wesen der Kuh – Kühe besser verstehen. Woher wissen wir, was unsere Tiere fühlen und brauchen?“, erklärt die Agrarwissenschaftlerin das vielschichtige Sozialverhalten von Kühen. Am 18. Februar 2026 sorgt Prof. Kay Schmidt-Rethmeier vom Fachbereich Informatik und Elektrotechnik für Hochspannung: „Pflaster oder Rettungswagen? Finde heraus, wann und wieso ein kleiner Stromschlag nur kribbelt, und ein großer gefährlich sein kann!“ ist seine Vorlesung betitelt. Eine dritte Vorlesung findet am 18. März statt.
„Die Vorlesungen sind eine wunderbare Gelegenheit für Kinder, Wissenschaft hautnah zu erleben und ihre Fragen direkt an Forscher*innen zu richten“, sagt Sabrina Schönfeld vom Jugendcampus der HAW Kiel. Ihre Mitstreiterin Dörte Heller ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir dieses besondere Programm gemeinsam mit älteren Schüler*innen der Toni-Jensen-Schule bei uns umsetzen können." Diese unterstützen bei der Organisation des Programms, dem Aufbau der Technik und übernehmen die Moderation.
Die erste der drei Vorlesungen findet von 14:00 bis 15:30 Uhr im Großen Hörsaalgebäude (Hörsaal 6) der HAW Kiel statt. Zum Auftakt der Kinderuni gibt es besondere Gastredner*innen. Die beiden folgenden Vorlesungen sind dann von 14:30-15:30 Uhr. Bis zu 300 junge Wissenschaftsbegeisterte können sich an den interaktiven Vorträgen und den anschließenden Fragerunden beteiligen. Erwachsene Begleitpersonen verfolgen die Vorlesung per Live-Stream im Hörsaal gegenüber.
Der Besuch ist kostenfrei, Tickets für die erste Vorlesung können schon jetzt über das Online-Ticketsystem bestellt werden. Einlass ist ab 13:45 Uhr.
In der zweiten Jahreshälfte übernehmen dann das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und die CAU. Die Veranstaltungen finden am 7. Oktober, 4. November und 9. Dezember 2026 im Audimax statt. Christine Köhler, Leiterin der Kieler Forschungswerkstatt, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass die Kinderuni im Rahmen von Science Comes to Town endlich wieder stattfindet. Dass dabei neben dem bewährten Konzept auch Neuerungen einfließen, wie zum Beispiel die Einbindung der älteren Schüler*innen der Toni-Jensen-Schule in Zusammenarbeit mit der HAW Kiel, ist eine gewinnbringende Weiterentwicklung.“
Die Kinder- und Schüleruni Kiel startete 2008 zunächst mit einem Schwerpunkt auf marinen Themen aus den verschiedenen Fachbereichen des Exzellenzclusters Future Ocean. Bis zum Semester 2018/2019 wurde sie von der Kieler Forschungswerkstatt organisiert und vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) gefördert. Mehr als 20.000 Schüler*innen hatten die insgesamt fast 60 Veranstaltungen der beliebten Vorlesungsreihe auf dem Campus der Uni Kiel besucht.
Im Rahmen der Initiative „Science Comes to Town“ veranstalten die drei europäischen Küstenstädte Brest, Kiel und Split 2026 ein Jahr der Wissenschaft. In Brest und Split findet das Format Kinderuni zum ersten Mal statt. Dort sind die Vorlesungen am 28. Januar dem Leben im Watt und unter der Meeresoberfläche gewidmet.
Finanziert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Forschung wider. Weder die Europäische Union noch die bewilligende Stelle können für diese verantwortlich gemacht werden.
Kontakt Science Comes to Town Projektleitung/Kommunikation:
Landeshauptstadt Kiel
Referat für Wirtschaft
Janin Thies (Kommunikationsreferentin Science Comes to Town)
E-Mail janin.thies@kiel.de
Telefon +49 431 901 1535
Handy +49 151 51894306
1.12.2025 | Reihe: Botschafter*innen für Science Comes to Town
Städte rücken die Wissenschaft ins Rampenlicht
2026 will Science Comes to Town Forschende und Öffentlichkeit in Brest, Kiel und Split – und darüber hinaus – enger miteinander vernetzen.
Autor: Timothy Spence (aus dem englischen übersetzt)
Wenn drei europäische Städte im kommenden Jahr eine Initiative zur Förderung wissenschaftlicher Exzellenz und Zusammenarbeit starten, wird sich ein Großteil der Aktivitäten voraussichtlich nicht im Labor, sondern im öffentlichen Raum abspielen.
Das sind gute Nachrichten für Ana Marušić. Die Ärztin und Professorin an der Medizinischen Fakultät der Universität Split in Kroatien setzt sich für eine enge Verbindung zwischen „Town and Gown“, also Stadt und Wissenschaft, ein. Ihr Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger stärker in die Forschung einzubeziehen, das Bewusstsein für öffentliche Gesundheit zu schärfen und das Interesse junger Menschen an Wissenschaft zu wecken. „Verantwortungsvolle Forschung und Innovation können nicht im Elfenbeinturm stattfinden und nur Fragen beantworten, die für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler relevant sind“, sagt Marušić, die dem Department für Forschung in Biomedizin und Gesundheit vorsteht und das Zentrum für evidenzbasierte Medizin leitet. „Die Rolle der Universität besteht darin, neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft zu tragen – aber auch darauf zu hören, was der Gesellschaft wichtig ist und was sie braucht.“
Drei Städte, vereint durch Wissenschaft
Von diesen Bestrebungen dürfte Marušić im Rahmen von Science Comes to Town (SCTT) profitieren – einem neuen europäischen Projekt, das die Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft hervorheben und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Forschung, Innovation und Nachhaltigkeit stärken will. Mit Unterstützung der Europäischen Kommission planen die drei Städte Split, Brest (Frankreich) und Kiel (Deutschland) mehr als 1.000 öffentliche Veranstaltungen, Workshops und Wettbewerbe für Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen, Forschende, Unternehmen und politische Entscheidungsträger. Das einjährige Projekt startet am 20. Januar in Split mit einer Konferenz unter Beteiligung von Partnerinstitutionen, Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft sowie europäischen Politikern.
So weit die Städte geografisch auch voneinander entfernt liegen mögen – sie verbindet einiges. Alle drei liegen an der Küste und beherbergen führende regionale Forschungseinrichtungen, die an SCTT beteiligt sind. Die Universität der Westbretagne in Brest, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Universität Split gehören zur SEA-EU-Allianz, einem Zusammenschluss von neun europäischen Küstenuniversitäten, die Forschung, Studierendenaustausch und nachhaltige Entwicklung voranbringen wollen. „Diese Universitäten haben eine sehr starke Verbindung zwischen Wissenschaft und Stadt“, sagt Marušić, die zu den SCTT-Botschafterinnen Splits gehört. „Es ist sehr wichtig, dass sie für die Gemeinschaft da sind, damit wir voneinander lernen und gemeinsam wachsen können.“
Europas Mangel an MINT-Fachkräften begegnen
SCTT soll auch dazu beitragen, Europas wachsende Lücke in der Ausbildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu schließen. Studien zeigen, dass fast acht von zehn kleinen und mittleren Unternehmen nicht genügend Fachkräfte mit Kompetenzen in fortgeschrittener Datenverarbeitung und Künstlicher Intelligenz (KI) finden – ein Hemmnis für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa. Im Gesundheitswesen beziffert die Europäische Kommission den Mangel an medizinischem Personal auf 1,2 Millionen – verursacht durch weniger Nachwuchs und eine alternde Bevölkerung mit steigendem Versorgungsbedarf.
Mehr Wissen und intensiverer Dialog können zudem das Vertrauen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit stärken – in einer Zeit, in der disruptive Technologien Forschung und klinische Praxis verändern, zugleich aber Fragen zu Ethik und Verlässlichkeit aufwerfen. Aus ihrer Erfahrung in Lehre und klinischer Epidemiologie, also der Beobachtung und Kontrolle von Gesundheitsproblemen in der Bevölkerung, kennt Marušić die Risiken einer übermäßigen Abhängigkeit von KI und Chatbots in Forschung und Lernen. „KI ist ein sehr gutes Werkzeug, aber man muss sehr kritisch damit umgehen“, sagt sie. „Wenn wir Denkprozesse auslagern, werden unsere neuronalen Fähigkeiten abnehmen, weil wir die Verschaltungen nicht entwickeln, die für anspruchsvolle kognitive Leistungen wichtig sind.“ Kritisches Denken sei daher zentral. KI solle als Werkzeug genutzt werden, das menschliches Urteilsvermögen und geistige Leistungsfähigkeit unterstützt – nicht ersetzt.
Die Kraft der Wissenschaftskommunikation
Split hat bereits Erfahrung darin, Wissenschaft und Öffentlichkeit zusammenzubringen – etwa durch Diskussionen über Forschungsethik oder durch leicht verständliche Erklärungen wissenschaftlicher Themen. Lokale Initiativen zur Stärkung von Gesundheitskompetenz und Prävention haben laut Marušićs Forschung dazu beigetragen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen zu verringern. Zudem organisiert die Universität Veranstaltungen für Schulkinder, bei denen Experimente zum Mitmachen Neugier wecken sollen.
Marušićs eigene Begeisterung für Wissenschaft begann mit dem Wunsch, Molekularbiologie zu studieren. „Aber meine Eltern sagten: Warum studierst du nicht Medizin?“, erinnert sie sich. „Ich sagte: Gut, warum nicht? Und das war die beste Entscheidung meines Lebens.“ Heute praktiziert sie nicht als Ärztin, sondern lehrt Anatomie und öffentliche Gesundheit. Zudem ist sie Mitherausgeberin von ST-OPEN, einer universitären Overlay-Zeitschrift, die Studierende und Betreuende beim wissenschaftlichen Publizieren unterstützt. Neben Lehre, Forschung und Redaktionstätigkeit wirbt sie engagiert für ein Medizinstudium und rät Oberstufenschülerinnen und -schülern dazu, diesen Weg in Betracht zu ziehen – „weil es einem später eine sehr breite Perspektive auf das menschliche Leben und die Gesellschaft eröffnet“ und vielfältige berufliche Möglichkeiten bietet.
Während sich SCTT darauf vorbereitet, Wissenschaft 2026 stärker in den Alltag zu bringen, hofft Marušić auf dauerhafte Brücken zwischen Forschenden und Bürgerinnen und Bürgern in ganz Europa. „Wir können ein Schaufenster dafür sein, wie man die Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft stärkt – um Wissen zu teilen, junge Talente zu gewinnen und kritisches sowie wissenschaftliches Denken im Alltag zu verankern“, sagt die. Auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen zur Verbesserung von Städten und Gemeinden sei ein wichtiger Bestandteil des Projekts.
Der Beitrag entstand im Auftrag von Science|Business. Die Organisation vernetzt politische Entscheidungsträger, Wissenschaft und Industrie durch Berichterstattung, Analysen und Veranstaltungen und ist Partner von SCTT.
Über Science Comes to Town
Der Aufruf Science Comes to Town baut auf der vorherigen Initiative „European City of Science“ auf, die alle zwei Jahre eine europäische Stadt zur Wissenschaftshauptstadt ernannte. Die letzte European City of Science war 2024 Katowice (Polen). Die Initiative trägt zum Europäischen Forschungsraum und zum Pakt für Forschung und Innovation (F&I) in Europa bei, die die Bedeutung sozialer Verantwortung sowie die aktive Beteiligung von Bürger*innen und der Gesellschaft an Forschung und Innovation (F&I) hervorheben.
Gefördert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen liegen ausschließlich in der Verantwortung der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der European Research Executive Agency wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für diese verantwortlich gemacht werden.