Deine Idee braucht ein Team! Hol die Wissenschaft in deinen Alltag
Wie klingt die Ostsee unter Wasser? Wer lebte vor 100 Jahren in unserer Straße? Warum haben so viele Menschen Angst vor Mathe?
Wie können Wissenschaft und Alltag besser zusammenfinden? Wie können wir gemeinsam mit Forscher*innen Lösungen für unsere Nachbarschaften entwickeln?
Genau darum geht es im Co-Creation-Projekt von Science Comes to Town 2026. Und du kannst dabei sein!
Wann geht’s los?
Bewerbungsphase: 1. Februar bis 15. April 2026
Bekanntgabe der Projekte: Mai 2026
Umsetzungszeitraum: Juni bis November 2026
Unterstützung für deine Bewerbung
Sollten während des Bewerbungsprozesses Fragen auftreten, laden wir herzlich dazu ein, unsere Sprechstunden zu nutzen.
- Dienstag, 17. Februar, 14 - 15 Uhr und Montag, 2. März, 15 - 16 Uhr: Sprechstunde mit Kerstin Großmann
- Mittwoch, 18. März, 12 - 13 Uhr und Mittwoch, 1. April von 12 - 13 Uhr: Sprechstunde mit Sophia Beukenhorst
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Einfach vorbeikommen, Fragen stellen und Antworten mitnehmen.
Die Powerpointpräsentation von Christine Köhler, Leiterin der Kieler Forschungswerkstatt und des Schülerforschungszentrums, zum Thema Wie entwickle ich eigentlich eine Forschungsfrage? ist hier abrufbar. Sie enthält unter anderem Informationen für Schüler*innen zur Entwicklung von Forschungsfragen sowie Hinweise, wie man sich einem solchen Forschungsprojekt nähern könnte.
Herzlichen Dank an die Kieler Forschungswerkstatt für die tatkräftige Unterstützung.
So kannst du mitmachen
Ist die Luft in meiner Straße sauber? Warum leuchtet der Himmel nachts kaum noch?
Willst du etwas bewegen, neugierig forschen oder eine Frage loswerden, die dich schon lange beschäftigt? Dann bewirb dich mit deiner Idee!
Hier findest du alle Informationen zum Projekt, zur Bewerbung und zu den nächsten Schritten.
Hier geht's zum BewerbungsformularDownloads
Du hast Fragen?
Wenn du Fragen hast, wende dich einfach an
Kerstin Großmann
Kerstin.Grossmann@kiel.de
0431 901-1539
Sophia Beukenhorst
S.Beukenhorst@kielregion.de
0431 55600150
Details zur Teilnahme
Co-Creation bedeutet „zusammen gestalten“. Bürger*innen, Wissenschaftler*innen, Verwaltungen und Organisationen arbeiten auf Augenhöhe zusammen. Jede Seite bringt ihre Perspektive ein. Wissenschaft liefert Fachwissen, Bürger*innen ihre Alltagserfahrungen, Organisationen kennen die praktischen Rahmenbedingungen.
Bei diesem Co-Creation-Projekt kannst du von Anfang an mitentscheiden: Welche Themen sind wichtig? Gemeinsam werden Ideen entwickelt, Fragen gestellt, Antworten gefunden und Lösungen umgesetzt. So entstehen Projekte, die praxisnah, relevant und wissenschaftlich fundiert sind.
Eine Bewerbung im Rahmen des Co-Creation-Wettbewerbs steht allen offen, unabhängig von Alter, Hintergrund oder Fachwissen. Es geht darum, aktiv mitzugestalten, verschiedene Perspektiven zu verbinden und Wissenschaft erlebbar zu machen. Dieses Co-Creation-Projekt treibt Innovation, gelebte Demokratie und konkrete Veränderungen im Lebensumfeld voran.
Das Co-Creation-Projekt ist Teil der EU-Initiative Science Comes To Town. In Kiel, Brest und Split werden Bürger*innen eingeladen, eigene kleine Forschungsprojekte zu entwickeln, zu Themen, die ihnen im Alltag begegnen. Dabei geht es nicht um komplizierte Laborexperimente, sondern um praktische Projekte, die Wissenschaft mit dem Leben vor Ort verbinden.
Ausgewählte Projekte erhalten ein Preisgeld von bis zu 1.000 Euro. Diese wird nur vergeben, wenn die Projekte tatsächlich realisiert werden. Die Teams werden von Expert*innen und Wissenschaftler*innen begleitet und erhalten eine Plattform, um ihre Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Egal ob du alleine, mit Freund*innen, deiner Familie, deiner Schulklasse oder deinem Verein mitmachst: Wir freuen uns über deine Idee!
Wer kann sich bewerben?
- Bürger*innen aus der Kiel-Region
- Gruppen aus Schulen oder Kitas (mit Begleitung eines Erwachsenen)
- Familien, Nachbarschaften oder Freundeskreise
- Vereine, Initiativen oder andere gemeinnützige Organisationen
Du brauchst keine wissenschaftliche Vorerfahrung. Nur eine gute Idee, die dein Umfeld betrifft. Es gibt keine Mindestgruppengröße. Projekte können einzeln oder gemeinschaftlich durchgeführt werden.
Bewerber*innen müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Bewerbungen mit Beteiligung von Minderjährigen sind nur zulässig, wenn sie von einer erziehungsberechtigten Person, einem Vormund oder einer pädagogischen Betreuungsperson eingereicht werden. Die Zustimmung der minderjährigen Teilnehmenden sollte eingeholt werden.
Wir fördern kleine, aber wirkungsvolle Projekte, die sich mit deiner Nachbarschaft, Stadt oder dem Alltag beschäftigen und immer einen Bezug zur Wissenschaft haben. Deine Idee soll eine echte Frage oder Herausforderung aus deinem Leben aufgreifen, die mit wissenschaftlichen Methoden erforscht oder sichtbar gemacht werden kann. Du bist dir unsicher? Kein Problem, frag uns einfach - wir unterstützen gerne! Dein Projekt sollte praktisch und realisierbar für eine Umsetzung im Jahr 2026 sein.
Zum Beispiel:
- Wie sauber ist die Luft in meiner Straße?<
- Wo essen wir nachhaltiger? Zzu Hause oder in der Schule?
- Wieviel Mikroplastik steckt in einem Quadratmeter Strand?<
Mögliche Themenbereiche sind:
- Umweltmonitoring (z. B. Luft, Wasser, Lärm)
- Meer- und Wasserfragen im Zusammenhang mit der jeweiligen Küstenlage der Stadt
- Klimaschutz und Nachhaltigkeit
- Gesundheit und Wohlbefinden in unseren Nachbarschaften
- Schutz der lokalen Biodiversität und urbaner Grünflächen
- Stadtentwicklung sowie intelligente, lebenswerte Städte
- Bewahrung und Feier unseres kulturellen Erbes
- Ernährungssysteme, Energieverbrauch oder Nachhaltigkeit
- Jede Idee, die Wissenschaft und Gesellschaft verbindet und einen echten Mehrwert schafft.
Ganz einfach! Du füllst das Bewerbungsformular auf dieser Website aus. Wenn du magst, kannst du ein kurzes Video (max. 3 Minuten) beifügen, in dem du deine Projektidee vorstellst.
- Idee: Was ist deine Idee?
- Forschungsfrage: Was willst du herausfinden oder erreichen?
- Methoden & Werkzeuge: Wie möchtest du vorgehen? Welche Ideen hast du dazu?
- Projektteam: Wer ist beteiligt?
- Budget & Zeitplan: Wieviel Geld benötigst du und wie sieht dein Zeitplan aus?
Eine Jury mit Vertreter*innen aus Wissenschaft und Stadtgesellschaft prüft die Bewerbungen. Folgende Aspekte werden bewertet:
- Trifft das Projekt ein echtes Anliegen deiner Umgebung oder ein öffentliches Interesse?
- Gibt es eine klare, forschende Fragestellung?
- Ist das Ganze machbar im Jahr 2026?
- Ist die Idee kreativ und neu gedacht?
- Wird die Nachbarschaft oder Gemeinschaft einbezogen?
- Ist die Bewerbung verständlich formuliert?
- Bis zu 1.000 € Preisgeld für deine Projektumsetzung (abhängig vom Umfang und den Bedürfnissen der geplanten Aktivitäten)
- Beratung durch Wissenschaftler*innen während der Umsetzung
- Eine Möglichkeit, das zu erforschen was dich bewegt!
- Du bist Teil eines großen, internationalen Projekts! <
- Die Gewinnerprojekte erhalten eine Plattform zur Vorstellung der Ideen und Erkenntnisse<
Ausgezeichnete Projekte mit Preisgeld
Die ersten CoCreation-Projekte stehen in den Startlöchern! Wir freuen uns darauf, die Umsetzung dieser Forschungsvorhaben begleiten zu dürfen.
Das Projekt „Mikrokosmos Schule: Geschichte, die man sehen kann“ untersucht, wie gesellschaftliche und historische Entwicklungen auf lokaler Ebene sichtbar werden. Die eigene Schule dient dabei als Mikrokosmos, in dem sich größere historische Prozesse widerspiegeln.
Anhand konkreter Spuren im Schulalltag wird erforscht, wie Themen wie Krieg und Krisen, politische Systeme, Demokratie, Bildungsgerechtigkeit sowie Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit das Schulleben seit der Schulgründung geprägt und verändert haben.
Wir freuen uns, dass Prof. Dr. Birgit Brouër die wissenschaftliche Perspektive in das Projekt einbringt.
Das Projekt „Sticker als Kommunikationsmittel sowie als Ausdruck von kultureller und politischer Identität am Beispiel ausgewählter Orte in Kiel – Untersuchungen auf mögliche Korrelationen mit dem materiellen Raum“ untersucht Sticker im öffentlichen Raum als Kommunikationsmittel sowie als Ausdruck kultureller und politischer Identität. Erfasst werden Sticker an ausgewählten Orten im Kieler Stadtgebiet, gegebenenfalls einschließlich Kronshagen, etwa an Ampeln, Laternenpfählen oder anderen urbanen Oberflächen.
Ziel ist es, einen Überblick über Themen, Verbreitung und räumliche Zusammenhänge der Sticker zu gewinnen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf sichtbaren Interaktionen wie Überklebungen oder dem Entfernen von Stickern, um Dynamiken von Aneignung, Aushandlung und Sichtbarkeit im öffentlichen Raum zu analysieren.
Wir freuen uns darüber, dass Prof. Dr. phil. Ulrich Müller die wissenschaftliche Perspektive in dieses Projekt einbringt.
Das Projekt „Unsere Wissenschaftlerin des Monats“ rückt jeden Monat eine herausragende, oft vergessene Naturwissenschaftlerin in den Mittelpunkt. Neben ihrer Biografie steht die Frage im Fokus, welche Bedeutung ihre Forschung und ihr Wirken für die Gegenwart haben. Die Geschichten historischer und aktueller Wissenschaftlerinnen dienen als Ausgangspunkt für kreative Auseinandersetzungen mit Wissenschaft und Gesellschaft.
Die Teilnehmer*innen gestalten aktiv mit und entscheiden, in welcher Form die jeweilige Geschichte weitererzählt wird, etwa als Podcast, Trickfilm, Hörspiel oder Bühnenstück. Ziel ist es, niedrigschwellige Zugänge zu Naturwissenschaften zu schaffen und neue Formen der Wissenschaftskommunikation zu erproben.
Das Projekt „After the Storm (AtS)“ untersucht, wie das Ostseesturmhochwasser von 2023 die Wahrnehmung von Hochwasserrisiken in der Kieler Bevölkerung beeinflusst hat. Im Fokus steht, ob das Ereignis als einmalige Ausnahme oder als Hinweis auf zukünftige Risiken wahrgenommen wird.
Auf Grundlage einer Bevölkerungsbefragung und eines anschließenden Dialogprozesses werden mögliche Management- und Anpassungsstrategien für zukünftige Hochwasserereignisse diskutiert. Ziel ist es, lokale Perspektiven sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Anwohner*innen, Forschenden und Entscheidungsträgern zu stärken.
Über Science Comes To Town
Der Aufruf Science Comes To Town baut auf der vorherigen Initiative „European City of Science“ auf, die alle zwei Jahre eine europäische Stadt zur Wissenschaftshauptstadt ernannte. Die letzte European City of Science war 2024 Katowice (Polen). Die Initiative trägt zum Europäischen Forschungsraum und zum Pakt für Forschung und Innovation (F&I) in Europa bei, die die Bedeutung sozialer Verantwortung sowie die aktive Beteiligung von Bürger*innen und der Gesellschaft an Forschung und Innovation (F&I) hervorheben.
Gefördert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen liegen ausschließlich in der Verantwortung der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der European Research Executive Agency wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für diese verantwortlich gemacht werden.