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Lieber Physik als Ausschlafen

06.11.2018

Am 10. November startet die nächste Samstags-Vortragsreihe an der CAU zu physikalischen Themen

Schwarze Löcher, Diesel-Fahrverbote oder Energiespeicherung: Physik spielt fast überall eine Rolle, ob im Weltraum oder in medizinischen und technischen Anwendungen in unserem Alltag. Einen Einblick in die Breite physikalischer Themen gibt die Vortragsreihe „Saturday Morning Physics“, die am 10. November, 10:15 Uhr, an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) startet.

An fünf Samstagen in Folge erwartet Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, Lehrkräfte und allgemein Interessierte aus ganz Schleswig-Holstein ein abwechslungsreiches Programm im Physikzentrum der CAU in der Leibnizstraße 13: Mit den Vorträgen, die auch einzeln besucht werden können, wollen Physikerinnen und Physiker der Uni Kiel und aus Firmen der Region die Begeisterung für physikalische Themen und ein naturwissenschaftliches Studium fördern. Schirmherrin ist Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
 
Zwei bis drei Vorträge stehen in den kommenden Wochen an jedem Samstagvormittag auf dem Programm der Veranstaltungsreihe „Saturday Morning Physics“. Am ersten Tag nimmt Professor Sebastian Wolf die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Spurensuche ins Universum, wenn er fragt: „Woher kommen wir?“ Wie schädlich Dieselmotoren wirklich sind, erklärt Dr. Sönke Harm in seinem Vortrag „Abgasskandal und Fahrverbote“ am 17. November. Seine Kollegin Dr. Judith Golda verrät, wie physikalisches Plasma in der Medizin genutzt wird. Eine Woche später versucht Professor Wolfgang Duschl ein schwarzes Loch zu wiegen, bevor sein Kollege Professor Kai Roßnagel am 1. Dezember bis in kleinste Detail geht: Mit der Hilfe von großen Forschungseinrichtungen schaut er Atomen bei der Arbeit zu. Zum Abschluss der Vortragsreihe am 8. Dezember zeigt ein Team aus der Elektrotechnik, wie wir uns in Zukunft unter Wasser unterhalten könnten und liefert damit den letzten Beweis der Vortragsreihe, dass Physik alles andere als trockene Theorie ist.
 
Für ein naturwissenschaftliches Studium zählen nicht nur mathematische Grundkenntnisse aus Physik, Mathe, Chemie oder Biologie. Besonders wichtig seien der persönliche Einsatz und das Interesse am Thema, sind die Organisatoren der Veranstaltungsreihe überzeugt. „Die Begeisterung für Physik darf nicht im Kreidestaub des Schulalltags ersticken“, sagt Physik-Professor Volkmar Helbig, der zusammen mit Professor Dietmar Block und Dr. Sönke Harm die Veranstaltung organisiert. „Unsere Referentinnen und Referenten wollen vermitteln, wie hochspannend die Forschung dahinter ist und so das Interesse von Schülerinnen und Schülern an Physik fördern.“ Neben den ausrichtenden Physik-Instituten sind auch die Elektrotechnik, Materialwissenschaft und Mathematik der CAU an der Veranstaltungsreihe beteiligt. „Das Programm zeigt die enorme Breite der naturwissenschaftlichen Forschung an der CAU und die interdisziplinäre Zusammenarbeit über Fächergrenzen hinweg“, so Helbig weiter.
 
Bereits zum 19. Mal findet die erfolgreiche Veranstaltung für Groß und Klein mittlerweile statt. Auch wenn sich die Vorlesungen in erster Linie an Jugendliche sowie Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Schleswig-Holsteins richten, sind auch alle anderen Interessierten herzlich eingeladen. Wer regelmäßig teilnimmt, erhält zum Abschluss das „Saturday Morning Physics Diplom", die Vorträge können aber auch einzeln besucht werden. Für Lehrkräfte wird sie als Fortbildungsveranstaltung vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH) anerkannt.
 
Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, über die Vortragsreihe „Saturday Morning Physics“ zu berichten. Um vorherige Anmeldung wird gebeten: v_helbig(at)web.de
 

Zum Vortragsprogramm:

www.physik.uni-kiel.de/smp
 

Das Wichtigste in Kürze:

Was: Vorlesungsreihe „Saturday Morning Physics“
Wo: Max-Planck-Hörsaal im Physikzentrum, Leibnizstraße 13
Wann: Samstags 10:15 Uhr bis ca. 13:00 Uhr, vom 10. November bis 8. Dezember 2018

 

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Foto rechts: Jürgen Haacks / Uni Kiel