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Promotionskolleg Schleswig-Holstein gegründet

24.11.2017

Auf der heutigen (23. November) Sitzung der Landesrektorenkonferenz (LRK) Schleswig-Holstein an der Fachhochschule Kiel haben die schleswig-holsteinischen Fachhochschulen und Universitäten in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Karin Prien und Staatssekretär Dr. Oliver Grundei das Promotionskolleg Schleswig-Holstein gegründet.
 
Mit der Novelle des Hochschulgesetzes wurde 2016 die Möglichkeit geschaffen, Promotionen in gemeinsamen Forschungsteams aus Fachhochschulen und Universitäten zu realisieren. Der Ansatz, einem hochschulübergreifenden Kolleg als öffentlich-rechtliche Körperschaft ein institutionelles Promotionsrecht zu erteilen, ist bundesweit ein Novum. Somit erhalten Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen die Möglichkeit zum erstverantwortlichen Betreuen und Begutachten von Promotionen.
 
„Das Promotionskolleg Schleswig-Holstein ist eine große Bereicherung für den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein“, betont der LRK-Vorsitzende Prof. Dr. Udo Beer. „Für Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus Schleswig-Holstein – ob Fachhochschule oder Universität – wurde endlich eine weitere Möglichkeit geschaffen, sich wissenschaftlich zu qualifizieren. Auch forschungsstarke Professorinnen und Professoren von Fachhochschulen profitieren von dieser gleichberechtigten wissenschaftlichen Nachwuchsförderung.“
 
„Mit der Gründung des Promotionskollegs betreten wir in Schleswig-Holstein Neuland und schaffen eine innovative Lösung“, sagte Wissenschaftsministerin Karin Prien. „Das Kolleg eröffnet einen pragmatischen Weg, um unseren forschungsstarken Fachhochschulen die weitere Qualifikation ihres wissenschaftlichen Nachwuchses  zu ermöglichen. Das Privileg der Universitäten, Promotionen zu vergeben, wird nicht in Frage gestellt.“
 
Nach dem Gründungsakt kommt nun noch die Detailarbeit an der Organisationssatzung und den Promotionsordnungen. Dafür sollen zeitnah Qualitätsstandards definiert werden, die für eine Mitwirkung in den Forschungsteams maßgeblich sind. Danach soll das Promotionskolleg möglichst zügig seine Arbeit aufnehmen. Es ist geplant, eine Geschäftsstelle an der Fachhochschule Kiel einzurichten. Die Promotionsvorhaben ergänzen die bisherigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Universitäten und Fachhochschulen im Rahmen von Zweitmitgliedschaften oder Kooperationen.
 
Wie viele Forschungsteams entstehen und welche inhaltliche Ausrichtung sie haben werden, wird die Zukunft zeigen. Das Promotionskolleg bietet insbesondere für inter- und transdisziplinäre Forschungsgruppen große Chancen, z.B. im Bereich der Digitalisierung, Erneuerbarer Energien, dem Klimaschutz oder der maritimen Technik.

 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Fotos rechts: Matthias Pilch / FH Kiel