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Kieler Forschungswerkstatt organisiert zum 3. Mal den Coastal Cleanup Day in Kiel

15.09.2015

Schulen, Vereine und Freiwillige reinigen am 19. September mehr als 15 Kilometer Strandlinie rund um die Kieler Förde

Am Samstag, 19. September, organisiert das ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt zum dritten Mal in Folge den Kieler Coastal Cleanup-Day. Gemeinsam mit zahlreichen Schulen, Vereinen, Organisationen und Freiwilligen sollen rund 15 Kilometer Strandlinie rund um die Kieler Förde von Müll befreit werden. Unter den Institutionen sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mit ihrem Minister Robert Habeck.
 
Das Thema „Müll im Meer“ ist heute allgegenwärtig: Plastik begegnet uns überall im täglichen Leben, und auch der Ozean und seine Küsten rund um den Globus ersticken in mehr als zehn Millionen Tonnen Müll pro Jahr. Die Folgen für Lebensgemeinschaften im Meer und die davon abhängenden Nahrungsnetze sind unabsehbar. Plastikmüll ist dabei besonders haltbar mit Abbauzeiten von rund 450 Jahren. Unterstützt vom Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel (IPN) und weiteren Förderern aus der Wissenschaft, Wirtschaft und Naturschutzorganisationen soll der Coastal Cleanup Day 2015 auch in Kiel ein Zeichen im Kampf gegen die zunehmende Verschmutzung von Meeren und Küsten setzen.
 
An mehr als 20 Abschnitten an Ost- und Westufer sammeln am Samstag zwischen 10 bis 13 Uhr Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schülern, Erzieherinnen und Erzieher mit ihren Kindergartenkindern sowie Freiwillige aus Kieler Vereinen und Organisationen. Begleitet durch die Helferinnen und Helfer der Kieler Forschungswerkstatt soll möglichst sämtlicher Abfall von Bülk bis Bottsand entfernt, sortiert, gewogen und klassifiziert werden. Die Funde der einzelnen Sammelstationen werden zusammengetragen, in standardisierten Listen erfasst und von den Organisatoren der Kieler Forschungswerkstatt an die weltweite Datenbank von Ocean Conservancy gemeldet. Für den sachgerechten Abtransport des Mülls sorgen die Abfallwirtschaftsbetriebe in Kiel, Rendsburg-Eckernförde und Plön.
 
In diesem Jahr können sich zum ersten Mal auch motivierte Bürgerinnen und Bürger, die keiner fest eingeteilten Gruppe angehören, an der Aktion beteiligen. Interessierte treffen sich am Kurstrand in Strande auf Höhe des Bistros „Bruno“. Ein Team der Kieler Forschungswerkstatt weist die Freiwilligen ein.
Zeitgleich findet der Coastal Cleanup Day, an dem im vergangenen Jahr mehr als 560.000 Freiwillige weltweit teilnahmen, an zahlreichen weiteren Standorten auf allen Kontinenten statt. Seit mehr als 30 Jahren organisiert die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation (NGO) Ocean Conservancy regelmäßig am dritten Septemberwochenende den internationalen Coastal Cleanup Day.
 
Ohne Sponsoren und Unterstützer wäre ein solcher Tag nicht möglich. Alle Sponsoren und teilnehmenden Institutionen finden sich auf der Webseite der Kieler Forschungswerkstatt unter www.forschungs-werkstatt.de. Hier gibt es auch weiterführenden Informationen für alle freiwilligen Sammler und die Ergebnisse der Müll-Sammel-Aktion 2014.
 

 

In Kürze:
Coastal Cleanup Day in Kiel
19. September 2015, 10 bis 13 Uhr rund um die Kieler Förde (feste Strandabschnitte für Kieler Schulen, Vereine und Institutionen)
Freiwillige Helfer ohne feste Gruppe treffen sich um 10 Uhr am Bistro „Bruno“, Strandstraße 28, 24229 Strande
Ausführliche Informationen unter: www.forschungs-werkstatt.de
 

Kontakt:
Henrike Bratz, Kieler Forschungswerkstatt, Telefon: 0431-880-5916, bratz(at)ipn.uni-kiel.de
Dr. Katrin Knickmeier, Kieler Forschungswerkstatt, Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, kknickmeier(at)uv.uni-kiel.de, Telefon: 0431-880-5914
Friederike Balzereit, Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, Öffentlichkeitsarbeit, fbalzereit(at)uv.uni-kiel.de, Telefon: 0431-880-3032

 

Kopfbild: Raissa Nickel / Uni Kiel
Foto rechts: Friederike Balzereit / Future Ocean