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Großer Erfolg für die Kieler Forschungswerkstatt

20.12.2016

Horizon 2020-Projekt „Marine Mammals“ erhält Millionenförderung

Um das Interesse junger Menschen für die Naturwissenschaften weiter zu fördern und dem Fachkräftemangel im MINT-Bereich effektiv entgegenzuwirken, haben sich neun wissenschaftliche Bildungs- und Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Polen, Schweden, Belgien und Dänemark im Horizon 2020-Projekt „Marine Mammals“ zusammengeschlossen. Die Koordination des mit 1,8 Millionen Euro von der Europäischen Union geförderten Projektes liegt bei der Kieler Forschungswerkstatt.
 
„Wir freuen uns sehr über die dreijährige Förderung unseres Projektes“, so die Projektkoordinatorin Dr. Katrin Knickmeier. „Erstmalig haben wir jetzt die Möglichkeit, das Fachwissen von internationalen Expertinnen und Experten im Bereich Meeressäuger sowie Umweltproblematiken hier in Kiel zu bündeln und gemeinsam Formate für die Schülerbildung zu entwickeln. Wir wollen mehr junge Menschen für die Naturwissenschaften begeistern und sie gezielt an Karrieren im MINT-Bereich heranführen.“ (MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.)
 
Ein Schwerpunkt des Projektes „Marine Mammals“ liegt auf der Bereitstellung von Materialien für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schülern, die von internationalen Expertenteams aus Meereswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, Bildungsforschenden sowie Lehrkräften gemeinsam entwickelt werden. Die Materialien basieren auf aktuellen Forschungsfragen und führen die Schulklassen an naturwissenschaftliche Themen sowie Forschungsmethoden heran. Im Mittelpunkt stehen die Meeressäuger (engl. Marine Mammals), da sich an ihnen Thematiken wie Lärm- und Plastikverschmutzung der Ozeane oder die Beifangproblematik in der kommerziellen Fischerei verdeutlichen lassen.
 
„Meeressäuger genießen weltweit besondere Aufmerksamkeit, da sie über eine hohe Intelligenz sowie ausgeprägte soziale und kommunikative Fähigkeiten verfügen“, erklärt Dennis Brennecke, Projektmanager aus der Kieler Forschungswerkstatt. „Meeressäuger sind große Sympathieträger und die Jugendlichen entwickeln daher schnell auch einen emotionalen Bezug zu den behandelten Themen.“ Digitale Medien, 3D-Modelle, Poster oder Expeditionskisten zum Verleih an Schulklassen ergänzen das Angebot, um die Schülerinnen und Schüler auch außerschulisch für die Naturwissenschaften zu begeistern.
 
Im EU-Antragsverfahren konnte sich „Marine Mammals“ als eines von insgesamt sechs Projekten erfolgreich gegen mehr als 200 Mitbewerberinnen und Mitbewerber aus Europa durchsetzen. Deutsche Projektpartner sind die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) sowie das Netzwerk Meeresmedien. Darüber hinaus sind die University of Liège (Belgien), die Foundation for the Development of Gdansk University (Polen), die University of Southern Denmark (Dänemark), das Havets Hus (Schweden) und der WWF Polen beteiligt. Die Gesamtkoordination des Projektes liegt bei der Kieler Forschungswerkstatt im ozean:labor.
 
Alle Informationen zum EU-Projekt „Marine Mammals“ in Kürze unter:
http://marine-mammals.com/
 

Kopfbild: Landeshauptstadt Kiel / Kerstin Dronske
Fotos rechts (von oben): Peter Verhoog, Fjord&Bælt; Kieler Forschungswerkstatt