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Forschung in Kiel

Neue Medien

Der Mediendom Kiel lässt die Gäste seines Kuppeltheaters in fremde Welten eintauchen – und präsentiert so wirkungsvoll, woran in seinem Labor geforscht wird: an der Anwendung von multimedialen Virtual-Reality-Effekten in 3D mit 360°-Projektionen.

Mediendom
Mediendom der Fachhochschule Kiel

Der Mediendom ist eine Einrichtung des Zentrums für Kultur- und Wissenschaftskommunikation (ZKW) der Fachhochschule Kiel, eine der modernsten Medienkuppeln in Europa. Das ZKW hat sich zur Aufgabe gemacht, immersive Medien anwendungsorientiert zu erforschen.

Unter Immersion versteht man das Prinzip, die Grenzen zwischen der Wirklichkeit und der virtuellen Welt, zwischen Mensch und Medium verschwimmen zu lassen. Das ZKW arbeitet eng mit dem Fachbereich Medien der Fachhochschule zusammen. Dieser hat ebenfalls in diesem Themenfeld Forschungsschwerpunkte entwickelt und in dem Institut für immersive Medien (ifm) zusammengefasst.

Das ifm widmet sich der Erforschung innovativer Medientechnologien. Den zentralen Ort dafür bildet das Labor für Immersionsforschung und interaktive Medien. Ziel der Aktivitäten des ifim ist unter anderem die Beobachtung und Analyse aktueller Medienentwicklungen. Besonderes Interesse gilt den Veränderungen von Nutzung, Rezeption und Wirkung der Medien.

Wissenschaftskommunikation

Wie können innovative Medientechniken bei der Vermittlung von Wissen eingesetzt werden? Der Mediendom macht es vor: Er entführt Kinder und Erwachsene in eine virtuelle Realität und beschert ihnen neben den Einsichten in wissenschaftliche Zusammenhänge ein sinnliches Lern-Erlebnis. Produktionen aus Kiel wurden in 15 Sprachen übersetzt, weltweit in über 100 Kuppeln aufgeführt und trugen internationale Preise ein.

Bedienung des interaktiven Posters
Wissenschaftsvisualisierung

Auch die Muthesius Kunsthochschule unterstützt die Wissenschaft bei der Vermittlung von Forschungsinhalten an ein breites Publikum. Aus der Arbeit des Zentrums für Medien, einer interdisziplinären Einrichtung der Kunsthochschule, hat sich der Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsvisualisierung (Science Visualization) ausgeprägt.

Eine Besonderheit ist die Beteiligung der Muthesius Kunsthochschule an den Kieler Exzellenzclustern. Sie hat die Aufgabe übernommen, eine visuelle Sprache und Kommunikation für das medizinische Forschernetzwerk „Entzündung an Grenzflächen“ zu entwickeln; für den Cluster „Ozean der Zukunft“ entstand hier unter anderem das „Next Generation Interactive Scientific Poster“, ein interaktiver Touchscreen. Es wurde 2014 mit dem Red Dot Design Award „Best of the Best“ ausgezeichnet.

Forschung stärker in die Öffentlichkeit zu rücken, ist auch das Ziel des Kieler Leibniz-WissenschaftsCampus für Wissenschaftskommunikation (KiSOC). KiSOC will Wege aufzeigen, wissenschaftliche Erkenntnisse zeitgemäß und verständlich zu vermitteln und so Talente für das Studium der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern. An dem Projekt, das von der Leibniz-Gemeinschaft gefördert wird, arbeitet das IPN zusammen mit der Fachhochschule Kiel (Mediendom) und 13 weiteren Partnern aus sechs Ländern.



Kopfbild: Jürgen Haacks / Uni Kiel
Foto oben: Mediendom / Fachhochschule Kiel ; Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“
Foto unten (von Links): Mediendom / Fachhochschule Kiel ; Mediendom / Fachhochschule Kiel ; Jürgen Haacks / Uni Kiel; Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“