Evolutionsbiologie

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EvolutionsbiologieEvolutionary Biology
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Forschung in Kiel

Evolutionsbiologie

Als gemeinsames Projekt der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön und des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) ist in Kiel und Plön eine neue Graduiertenschule zum Thema Evolutionsbiologie eingerichtet worden.

Junge Forscherinnen an einem Mikroskop
Im Labor der Graduiertenschule

Sie heißt 'International Max-Planck Research School for Evolutionary Biology' (IMPRS) und bietet Doktoranden mit evolutionsbiologischem Schwerpunkt ein interaktives Forum zum Austausch neuer Ideen und Forschungsergebnisse.

Daneben koordiniert die IMPRS Aufbaukurse, eine international besetzte Vortragsreihe und jährliche Tagungen. Bis zu 42 Promotionsstipendien mit einer Laufzeit von jeweils sechs Jahren sind vorgesehen, von denen das Max-Planck-Institut 24, die Uni Kiel 16 und das IFM-GEOMAR zwei bereitstellt.

In der IMPRS unter der Leitung der Professoren Diethard Tautz, Manfred Milinski (beide Max-Planck-Institut), Thorsten Reusch (IFM-GEOMAR) und Hinrich Schulenburg (Uni Kiel) werden die gemeinsamen Interessen der beteiligten Institutionen im Bereich Evolutionsbiologie gebündelt. Kiel und Plön haben sich im Verlauf der letzten Jahre zu einem der Hauptstandorte für evolutionsbiologische Forschung in Deutschland entwickelt. Basis hierfür war die Neuberufung mehrerer Professoren und Gruppenleiter mit evolutionsbiologischem Schwerpunkt. Sichtbar wird dies zudem an der Umbenennung des Max-Planck-Instituts in Plön, das seit kurzem den Begriff 'Evolutionsbiologie' im Titel trägt.

Daneben hat auch die Volkswagen-Stiftung im Rahmen ihrer Schwerpunktförderung 'Evolutionsbiologie' die Kieler und Plöner Aktivitäten belohnt, indem sie hiesigen Arbeitsgruppen umfangreiche Mittel für evolutionsbiologische Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt hat.

Das Thema Evolutionsbiologie erlebt derzeit einen besonderen Schub in der naturwissenschaftlichen Forschung – gut 150 Jahre nach Veröffentlichung des Hauptwerks von Charles Darwin. Ein wichtiger Grund hierfür ist die Erkenntnis, dass sich komplexe Verhaltensweisen oder molekulare Prozesse nur im Ganzen verstehen lassen, wenn ihr evolutiver Ursprung bekannt ist. Ein Beispiel für solch komplexe Eigenschaften sind die umfangreichen molekularen Signalwege, die angeschaltet werden müssen, um einen Krankheitserreger erfolgreich zu bekämpfen.



Kopfbild: Jürgen Haacks / Uni Kiel
Foto oben: Hinrich Schulenburg / Uni Kiel
Foto unten (von Links): Fraune / Uni Kiel; Andrei Papkou, Hinrich Schulenburg; Antje Thomas, Hinrich Schulenburg; Sebastian Fraune und Friederike Anton-Erxleben /
Uni Kiel