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FH-Kiel-Rennwagen Baltic Thunder erreicht 4. Platz bei Gegenwindrennen

25.08.2015

Beim achten internationalen Wettbewerb Racing Aeolus für windbetriebene Fahrzeuge verpasste die Fachhochschule Kiel (FH Kiel) nur knapp einen Medaillenplatz.

In diesem Jahr traten bei dem einwöchigen Event inDen Helder (Niederlande) zehn Fahrzeuge aus fünf Nationen an. Dabei legten die Boliden nach einer kurzen Beschleunigung eine 250 Meter lange Rennstrecke gegen den Wind zurück. Entscheidend war das durchschnittliche Verhältnis von Fahrt- zu Windgeschwindigkeit in Prozent. In der neuen Disziplin der ‚Drag Races‘, bei denen 50 Meter aus dem Stand gefahren werden sollten, erreichte das Kieler FH-Team den dritten Platz.
 
Dabei hatten die Kieler durchaus mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Wagen ist sehr robust und für Windstärken um sechs Beaufort ausgelegt, aber an der Nordseeküste vor Den Helder wehte es maximal mit drei Beaufort. „Durch konsequente reibungsminimierende Maßnahmen im mechanischen Triebstrang haben es unsere Studierenden geschafft, dass der Baltic Thunder schon bei zwei Windstärken punkten konnte. Halb so schwere Fahrzeuge bleiben sogar noch stehen“, lobt Prof. Dr.-Ing. Jan Henrik Weychardt. Außerdem habe das Team aufgrund des Rotors flexibel auf veränderliche Windbedingungen reagieren können, betont Prof. Dr. Alois Peter Schaffarczyk: „Wenige Minuten vor einem Start frischte der Wind etwas auf. Die Studierenden passten die Rotorblatteinstellungen an und erlangten mit 52 Prozent Fahrt- zu Windgeschwindigkeit-Verhältnis ihren besten Lauf.“
 
Im Rahmen der Museumsnacht am kommenden Freitag, 28. August 2015, präsentiert das Team sein Fahrzeug in der Maschinenhalle der Fachhochschule Kiel in der Schwentinestraße 24.

Hintergrund
Im Jahr 2008 gründete Prof. Schaffarczyk das Projekt Baltic Thunder, seit 2009 leitet er es gemeinsam mit Prof. Weychardt. Dieser verantwortet als Fachgebietsleiter für Konstruktion den Bau der Boliden, Prof. Schaffarczyk ist zuständig für den Bereich Aerodynamik. Die FH Kiel hat bisher an allen Wettbewerben teilgenommen. Die beste Platzierung gelang dem Team 2010 mit dem zweiten Platz. 

 

Kopfbild: Raissa Nickel / Uni Kiel
Foto rechts: Fachhochschule Kiel